Mit den „Virtual Reality“-Brillen hat man das Gefühl, sich einer anderen Realität zu befinden.

Virtueller Schüleraustausch

23.01.2018 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Pilotprojekt an der Mädchenrealschule Rosenheim

Neben den bereits bestehenden Austauschprogrammen mit Japan, Estland, Italien und Spanien ist die Städtische Mädchenrealschule (MRS) nun auch noch mit China verbunden. Allerdings nicht in der gewohnten Form, sondern virtuell.

Mit dem digitalen Pilotprojekt „VirtualStudentXChange“ geben die Stiftung Mercator, Zeitbild und das Goethe Institut Peking deutschen Schulen die Möglichkeit, sich digital, mit Hilfe von 360-Grad-Videotechnik, mit chinesischen Schulen auszutauschen.

Nach der Bewerbung durch Lehrerin und UNESCO-Beauftragte Anette Dippold wurde die MRS als eine von bundesweit fünf Schulen für dieses Pilotprojekt ausgewählt.
Seit Dezember bereichern 15 VR-Brillen („VR“ bedeutet „Virtual Reality – virtuelle Realität“. Dabei wird die Realität so realistisch wie möglich dargestellt. Der Träger einer solchen Brille hat das Gefühl, sich inmitten einer virtuellen Realität zu befinden und Teil dieser zu sein. Je höher die Auflösung der simulierten Umgebung, umso realer das Empfinden) und eine moderne 360-Grad-Kamera unterstützt den Geografieunterricht an der MRS. Im Klassenzimmer und auf dem Christkindlmarkt filmten die Schülerinnen der Klasse 8a und der 9c, teilweise zweisprachig, ihren Unterricht sowie ihren Alltag. Die Videos schickten sie an ihre chinesische Austauschschule in Mianyang. Die MRS erhielt im Gegenzug Videos aus dem chinesischen (Schul-) Alltag. In zwei Arbeitsphasen erstellen alle beteiligten Schulen bis April 2018 insgesamt 50 360-Grad-Videos und tauschen diese aus. Mit den VR-Brillen und ihren Smartphones können Lehrkräfte und Schülerinnen die Videos anschauen und für ihren Unterricht nutzen.

Mit diesem Pilotprojekt wollen die Partner erproben, ob diese Wirkung einen Mehrwert für den Schulaustausch über Länder- und Kulturgrenzen hinaus darstellen kann. Eine Dokumentation fasst danach die Erfahrungen zusammen und soll weiteren Schulen die Beteiligung diesem digitalen Bildungsangebot ermöglichen.

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