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INNszenierung präsentiert das preisgekrönte Stück „Verloren“
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INNszenierung präsentiert das preisgekrönte Stück „Verloren“

Die Zahl der Gründe, aufgrund derer Menschen fliehen, ist unendlich. Doch egal, ob politisch, wirtschaftlich oder religiös motiviert, eines haben alle Geflüchteten gemeinsam: Sie sind allein und fremd im neuen Land: Verloren.

In einem fünftägigen Theatercamp in der zweiten Osterferienwoche, organisiert vom Jungen Ensembles des Theatervereins „INNszenierung“, erarbeiteten junge Theaterinteressierte das Stück „Verloren“, das von den drei Schülerinnen Greta Hamidi, Johanne Pfeiffer und Maike Rölver der Bischöflichen Marienschule, gemeinsam mit ihrem Theaterlehrer Christian Reick, entwickelt und bei den Walder Theatertagen 2017 in Solingen mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde. Darin erzählen die jungen Autorinnen in mehreren Stationen das Flüchtlingsschicksal von drei sehr jungen Frauen, die aufgrund ganz unterschiedlicher Umstände und zu ganz verschiedenen Zeiten ihre Heimat verlassen mussten: Helga ist 1945 vor den russischen Truppen über die gefrorene Ostsee geflohen. Jessie entkommt 1975 den Behörden der DDR und reist in einem LKW nach Wien. Die junge Tal steigt 2015 auf der Flucht aus einer kleinen syrischen Stadt in ein Boot über das Mittelmeer nach Europa.

Ein bewegendes Stück, durch das deutlich wird, dass es wahrscheinlich zu jedem Zeitpunkt der Geschichte Fliehende gibt, die alles, was sie kennen und lieben, zurücklassen müssen.

Das Ensemble präsentiert das Stück nach intensiven Probentagen in zwei Vorstellungen am 23. April um 19.30 Uhr und am 24. April um 15 Uhr, jeweils in der Blackbox des Stadtjugendrings, Rathausstraße 26, Rosenheim. Karten und weitere Infos gibt es auf der Homepage innszenierung.de!

Foto: C. Pilz

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