Max Hickl, hier als Motorradfahrer, war stets im Dienste der Allgemeinheit unterwegs. Auch das Fotografieren war eine seiner Leidenschaften.

Ein zweiter Müllner Peter?

18.04.2017 • Aktuelles, Kultur, Lk Rosenheim

Begnadeter Lehrer – Technikfreak – leidenschaftlicher Fotograf

Max Hickl, Lehrer der Einödschule Stein von 1908 bis 1927, zog als 25-Jähriger in das damals sehr abgelegene Priental. Seine Aufgeschlossenheit gegenüber neuesten technischen Errungenschaften, seine Verbundenheit mit der heimischen Bevölkerung und sein vorbildlicher Dienst an der Gemeinschaft erinnern unwillkürlich an den Müllner Peter, der zwei Generationen vor ihm in Sachrang wirkte. Hickl und seiner Fotoleidenschaft verdanken wir einen Bilderschatz, mit dem er dem Leben und Wirken der Menschen im Priental ein fotografisches Denkmal setzte.

Vor 30 Jahren erarbeitete Wolfgang Bude mit dem Heimat- und Geschichtsverein Aschau bereits eine Ausstellung und eine Broschüre über Max Hickl. 2015 erschien ein ausführliches Buch mit viel Fotomaterial, als Grundlage für diese Ausstellung. Wie war das Leben hier im Priental Anfang des 20. Jahrhunderts. Wie waren die Lebensumstände, der Alltag und wie prägte der Erste Weltkrieg das Tal?
Max Hickl machte sich überall und jederzeit nützlich, wenn es um die Belange der Allgemeinheit ging. Er schuf quasi aus dem Nichts einen Mustergarten, hielt Haustiere und Bienenvölker. Er hatte ein Gespür für die neuesten Techniken, die das Leben im abgelegenen Priental erleichterten. Strom, Motorrad, Telefon und vieles mehr.

Die Sonderausstellung wird am Montag, 1. Mai, 14 Uhr, eröffnet und erstreckt sich über alle Räume des ersten Stockes und einem Teil des Museums im zweiten Stock des alten Schulhauses in Sachrang.

Nie gezeigte Exponate

Sie umfasst zahlreiche, nie gezeigte Exponate aus seinem persönlichen Nachlass.

Informationen bei der Tourist Info Sachrang, Telefon 0 80 57/90 97 37 oder unter www.sachrang.de

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