Maria Noichl und Maria Urbauer aus Eggstätt: ein Treffen der ganz besonderen Art.

Zwei „Marias“ in Brüssel…

25.06.2014 • Aktuelles, Nachrichten

Noch hat die Amtszeit der neu gewählten Europaabgeordneten nicht begonnen. Trotzdem finden seit vier Wochen verschiedenste Sitzungen in Brüssel für die neu gewählte SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl aus Rosenheim statt. In den Gruppensitzungen besprechen sich die gewählten 27 SPD-Abgeordneten aus Deutschland im Kleinen. Diese Woche fand in Brüssel für Noichl die erste Fraktionssitzung statt. Dabei trafen zum ersten Mal die 191 Sozialdemokraten aller 28 Mitgliedsländer zusammen. Sie stellen die zweitgrößte Parteienfamilie im Europaparlament. Die Sitzordnung ist ganz einfach nach dem Abc. So sitzt Noichl also nach dem ungarischen Abgeordneten Péter Niedermüller und dem Schweden Jens Nilsson.
„Über 20 Sprachen waren im Raum vertreten, dort ungarisch, hier griechisch und um die Ecke französisch“, erinnert sich Noichl. „Es ist eine ganz besondere Lebendigkeit, die hier herrscht.“ Sicherlich ist Englisch die überwiegende Sprache. So war es auch klar, dass Martin Schulz, als er seine Überlegungen zum Wahlausgang und zur weiteren Vorgehensweise darlegte, in Englisch sprach. Mit Kopfhörern kann jedes Fraktionsmitglied dann die Simultanübersetzung in der eigenen Sprache hören.
Neben den Fraktions- und Gruppenterminen stand für Noichl diese Woche auch der Anmelde-Parcours auf dem Programm. In einer Halle des Europäischen Parlaments waren sechs Anmeldeabschnitte in Stationen zu erledigen. Von der Stelle, die die Parlamentsausweise aushändigt, über den Parkausweis bis hin zum Zugangs-Code für das E-Mail-Netz im Parlament.
„Ich war gerade auf der Suche nach einem Platz zur Anmeldung für den Internetauftritt, da hörte ich neben allen anderen Sprachen eine bayerische Stimme“, erzählt Noichl. „Schnell war herausgefunden, wem diese Stimme gehört: Einer gebürtigen Trostbergerin, verheiratete Eggstätterin – Frau Maria Urbauer, die als Beamtin des Europäischen Parlaments seit vielen Jahren mit ihrem Mann in Luxemburg lebt. Sie hat dann meine Daten aufgenommen! Ich habe ja mit viel gerechnet. Dass aber eine Eggstätterin aus dem Landkreis Rosenheim meine Kontaktdaten aufnehmen wird, das hätte ich nicht gedacht. Auf Deutsch, und besser gesagt auf Bayerisch waren die zahlreichen Formulare dann sofort ausgefüllt. Zwei Marias in Brüssel – da gibt‘s keine Verständigungsprobleme.“
Auch in den nächsten zwei Wochen werden weitere Vorbereitungen getätigt. In Rosenheim und in Brüssel, denn in der Woche um den 1. Juli wird es ernst. Dann findet die Amtseinführung in Straßburg statt.

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