Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 9700

07.04.2015 • Aktuelles, Kurznachrichten

Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 750 Betroffene

„Das Wetter war zwar nicht durchgehend schön, aber dennoch stabil genug, dass es positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hatte. Die Zahl der Arbeitslosen ist von 10 450 im Februar auf nun 9670 zurückgegangen“, so Jakob Grau, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Rosenheim, bei der Bekanntgabe der aktuellen Daten.

Grau weiter: „Von Mitte Februar bis Mitte März prägte eine starke Dynamik den Ar-beitsmarkt, in Zahlen ausgedrückt bedeutet dies 3440 Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit, davon 1630 in Arbeit gegenüber 2710 neuen oder erneuten Zugänge, davon 1310 aus einer Erwerbstätigkeit heraus. Ein Blick auf einzelne Berufsgruppen zeigt die momentane Lage: Bei den Außenberufen hat sich viel getan, allerdings noch nicht in der Größenordnung wie im Vorjahr. Im gesamten Bau- und Baunebengewerbe, in der Land- und Forstwirtschaft oder im Garten- und Landschaftsbau, haben zwar viele der sogenannten „Wiedereinsteller“ bis zum 12. März (Zähltag) ihre Arbeit aufge-nommen, sind also von ihrem bisherigen Arbeitgeber zurückgerufen worden und been-deten dadurch ihre Arbeitslosigkeit.

Die aktuellen Zahlen belegen aber auch, dass einige Betriebe mit der (Wieder)-Einstellung noch zögern beziehungsweise abwarten bis nach den Ostern. Für den Monat April dürfte daher mit einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit zu rechnen sein. Beim Hotel- und Gaststättengewerbe, das insbesondere in den Sommermonaten ein wichtiger Beschäftigungsmotor hier in der Region ist, hat die Saison noch nicht wirklich begonnen. Bis dato wurde nur ein Teil der Belegschaft wieder eingestellt, die meisten warten noch auf den Saisonstart, bei hoffentlich gutem Wetter zu den Osterfeiertagen.“

Die Arbeitslosenquote ist von Februar auf März deutlich zurückgegangen und zwar von 3,7 auf 3,4 Prozent. Auch im Vorjahr lag die Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent. Die saisonale Winterarbeitslosigkeit – von der Männer durch die Außenberufe stärker betroffen sind als die Frauen – konnte noch nicht ganz abgebaut werden. Daher ist die Arbeitslosenquote der Männer mit 3,9 Prozent deutlich höher als bei den Frauen (3,0 Prozent).

Zu den gemeldeten Arbeitsstellen: Im Berichtszeitraum (12. Februar bis 12. März) wurden der Agentur für Arbeit 1040 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet, 90 mehr als im März letzten Jahres. Am statistischen Zähltag (12.03.2015) gab es im gesamten Agenturbezirk, der die kreisfreie Stadt Rosenheim, sowie die Landkreise Rosenheim, Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen umfasst, 3090 Arbeitsangebote, davon 2940 sozialversicherungspflichtige. Für den Matchingprozess werden alle ins Fachverfahren der Agentur für Arbeit eingespeist, viele davon sind dann auch offen in der Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de zu finden.

„Der Bedarf der Wirtschaft im Hinblick auf die gewünschte Qualifikation beziehungs-weise die geforderten Abschlüsse ist relativ hoch“, ergänzt Grau. „Wir passen daher die Arbeitslosen laufend mit verschiedenen Maßnahmen an die Bedürfnisse des Marktes an. So sind von Mitte Februar bis Mitte März 750 Erwerbslose in kürzere Lehrgänge und Kurse eingetreten, weitere 100 haben direkt mit einer beruflichen Weiterbildung begonnen“, so Grau, und weiter: „Uns liegen jetzt auch erste Daten vom Ausbildungsstellenmarkt für den Ausbildungsbeginn im Herbst vor. Man kann es auf einen Nenner bringen: Es gibt noch viele offene Ausbildungsstellen, aber auch Bewerber suchen noch!“

Die Lage nutzen

Grau an die Adresse derjenigen, die bisher nach ihrer Schulzeit nur gejobbt haben: „Nutzt die gute Lage und beginnt mit einer betrieblichen Ausbildung, sie ist immer ein guter Grundstock für alle weiteren beruflichen und/oder schulischen Schritte, bis hin zum Studium.“

Related Posts

Comments are closed.

« »