Die jungen Hauptdarsteller: Thomas Schmidbauer, Andreas Obermeier, Tanja Schmidbauer und Christoph Obermair.

Willkommen in „Hinterdupfing“

13.11.2013 • Aktuelles, Kultur, Lk Rosenheim

Bayerische Komödie wird in der Chiemsee-Region gedreht

Was vor einigen Jahren als Freizeitspaß angefangen hat, ist mittlererweile ein leidenschaftliches Hobby mit professionellen Ansprüchen: Schmidbauer-Film dreht derzeit in der Chiemsee-Region die bayerische Komödie „Hinterdupfing“, die im nächsten Jahr über die Leinwand laufen soll.

Nach der Bayern-Preußen-Satire „Herrschaft Zeit’n“ (2009) und dem Historiendrama „ein Deutscher“ (2011), welche beide in regionalen Kinos zu sehen waren, ist das gesamte Filmteam zurück – mit dem Ziel, ein noch größeres Publikum als mit den Vorgängerfilmen zu erreichen. Eine bayernweite Kinotour wird angestrebt.

Trotzdem handelt es sich bei „Hinterdupfing“ um einen Amateurfilm, wobei dieser Begriff schon innerhalb der Filmgruppe für Differenzen sorgt. Besser gesagt, es ist eine Independent-Produktion, denn große finanzielle Mittel stehen den Jungfilmern nicht zur Verfügung. Ihr Projekt lebt von dem, was die Vorgängerfilme über Kino und DVD eingespielt haben. Die Dreharbeiten haben sie sich damit ganz gut finanzieren können, für die Auswertung und die geplante Kinotour benötigen sie noch Sponsoren. Wer also einen regionalen Kinofilm von heimischen Jungfilmern unterstützen möchte, darf sich gerne direkt bei der Gruppe melden (info@schmidbauer-film.de), als Dank wartet natürlich die Nennung in Abspann und auf werbewirksamen Plattformen.

Jungfilmer am Werk

Seit Anfang des Jahres arbeiten die Jungfilmer gemeinsam an ihrem Projekt und starteten im Mai die Dreharbeiten, meist an Wochenenden, die demnächst ein Ende finden werden. Sie selbst übernehmen wie gewohnt die Hauptrollen: Andreas Obermeier, Tanja Schmidbauer, Thomas Schmidbauer, Maximilian Schaffner und Christoph Obermair mimen die Dorfjugend von Hinterdupfing, Andreas Schmidbauer und Maurice Back agieren hinter der Kamera.
Mit der eigentlichen Filmwelt haben sie sonst wenig zu tun. Das Kernteam besteht weitgehend aus Studenten und Polizisten. Nur Andreas Schmidbauer zieht es auch abseits der heimischen Filmerei in diesen Bereich. Er studiert Filmtechnik und arbeitet gelegentlich als (S3D-)Kameraassistent.

Ihre Filmproduktion handelt von der titelgebenden Gemeinde „Hinterdupfing“. Wie der Name schon erahnen lässt, ist in dem Dorf nicht viel geboten. Als durch einen Zufall eine Gruppe von jungen Urlaubern dort landet, kommt der Dorfjugend die Idee, den heimischen Tourismus auszubauen, um für frischen Wind im Dorf zu sorgen. Doch leider stehen die Voraussetzungen für einen touristischen Ausbau nicht gerade gut. Gegen Ende des Filmes, so viel darf verraten werden, wird Hinterdupfing von Urlaubern überlaufen sein und die Einheimischen versuchen mit aller Not, die Touristen wieder los zu bekommen.

Mit dieser Geschichte konnte Schmidbauer-Film auch einige bekannte Gesichter für Nebenrollen gewinnen. Johanna Bittenbinder (Niederbayern-Krimi „Sau Nummer 4“) und Mike Hager („Josef Nullinger“ von Antenne Bayern) spielen Einwohner, die sich erst mit der neuen Situation im Dorf anfreunden müssen, Markus Böker („Rosenheim-Cops“) einen städtischen Polizisten, der aufgrund des ungewöhnlichen Touristenzuwachs Ermittlungen gegen die Gemeinde Hinterdupfing einleitet, sehr zum Unwohl von Dorfpolizist Erwin (Hubbi Schlemer). Auch die weiteren Rollen sind weitgehend mit Darstellern aus den regionalen Theatern besetzt, von denen man den ein oder andern erkennen dürfte.

Darsteller aus der Region

Bis man diese aber auf der Leinwand bewundern darf, wird noch einige Zeit vergehen und viel Arbeit auf das Kernteam zukommen. Momentan finden die Dreharbeiten in Höslwang bei einer Werkstatt für Landmaschinen statt. Diese Location ist das Zuhause von Protagonist Hias (Andreas Obermeier) und seinem Mechaniker Vater, die allerhand zu tun haben. Doch keine Traktoren sondern Autos mit fremden Kennzeichen stehen überall herum, die scheinbar alle eine Panne haben. Ist das vielleicht einer der Gründe, wie das Dorf an seine Touristen kommt? Verraten wird nichts, aber von Bedeutung werden diese acht Szenen mit 13 verschiedenen Darstellern sein, denn ein großer und für die Geschichte wichtiger Block soll an dieser Location mit der Kamera eingefangen werden.
Rund 80 Prozent der Dreharbeiten haben sie hinter sich, doch ein weiterer großer Block im Gemeinderat muss noch abgedreht werden. Und dann natürlich noch die aufwendige Postproduktion, die viel Zeit und Nerven kosten wird, aber den Film auch für die Macher erst so richtig entstehen lässt – bis es dann endlich zur großen Premiere kommen kann.

Um die Wartezeit zu verkürzen wird der Internetauftritt zum Film facebook.com/GemeindeHinterdupfing laufend aktuell gehalten. Dort gibt es den bereits angesprochenen Ausschnitt aus dem Film sowie einige Charakterposter. Ein erster Trailer ist für die nächsten Wochen angekündigt.

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