Weltantibiotikawoche

20.11.2018 • Aktuelles, Kurznachrichten

Ärztenetz Rosenheim informiert über Antibiotika und Resistenzen

Mit einem Informationsstand nimmt das Ärztenetz Rosenheim an der diesjährigen „World Antibiotic Awareness Week“ (WAAW) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teil. Am 24. November informieren Ärzte und Ärztinnen aus dem Ärztenetz Rosenheim Passanten zwischen 11 und 17 Uhr in der Rosenheimer Fuß-
gängerzone, Münchener Straße 10, über den Einsatz von Antibiotika und die Entstehung von Resistenzen.
„Antibiotika sind ein wertvolles Gut. Seit ihrer Entdeckung vor über 70 Jahren sind sie unsere wichtigste Waffe bei der Behandlung bakterieller Infektionen. Häufig werden sie aber verschrieben und eingenommen, obwohl sie gar nicht benötigt werden. Das führt dazu, dass die Wirksamkeit von Antibiotika gefährdet ist, da durch ihren wahllosen Einsatz Resistenzen entstanden sind. Infektionen mit resistenten Bakterien sind oft schwer heilbar, manchmal sogar unheilbar, und ihre Zahl steigt“, erklärt Dr. med. Ulrike Schormair vom Ärztenetz Rosenheim.

Deshalb haben sich die Mitglieder entschlossen, mit einer Aktion auf das Thema aufmerksam zu machen. „Unser Netz nimmt an ARena, einem Forschungsprojekt zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen teil.

Im Rahmen des Projektes versuchen wir, bei den Patientinnen und Patienten das Bewusstsein für das Problem zu stärken und das Wissen über Antibiotika zu verbessern. Denn oftmals fordern Patientinnen und Patienten auch bei leichten Infekten ein Antibiotikum ein, weil sie denken, dass es ihnen hilft, schneller wieder auf die Beine zu kommen. Um die Information zu verbessern, nehmen sich die Ärzte und Ärztinnen mehr Zeit für die Aufklärung über Antibiotika bei Patientinnen und Patienten mit bestimmten, für das Projekt festgelegten Indexerkrankungen“, so Dr. Ulrike Schormair.

„Zum anderen versucht das Projekt aber auch eine möglichst große Öffentlichkeit zu erreichen, um möglichst viele Menschen für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren. Zur Weltantibiotikawoche weisen die Projektteilnehmer auf unterschiedlichen Wegen darauf hin“, so Dr. Schormair abschließend.
Das Projekt ARena wird mit Mitteln des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) unter dem Kennzeichen 01NVF16008 gefördert. Weitere Infos gibt es unter aren-info.de oder antibiotika-alternativen.de oder www.aenro.de.

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