Eine große Baustelle: Das Haus A an der Johann-Rieder-realschule.

Weiter wandern…

20.02.2018 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Sanierung der Johann-Rieder-Realschule in Rosenheim verzögert sich

Dass eine Baustelle bei laufendem Schulbetrieb einen enorme Belastung für Lehrer und Schüler ist, dessen war man sich bei Beginn der Sanierungsarbeiten an der Rosenheimer Johann-Rieder-Realschule bewusst. Lärmbelästigung, Ausfall von Strom und Wasser, eingeschränkter Zugang zu den Toiletten, Unterricht in Containern und Klassen, die für jede Stunde in ein anderes Zimmer „wandern“ müssen – das Lernen und Unterrichten an der Realschule erfordert derzeit viel Geduld und stellt täglich alle Beteiligten vor neue Herausforderungen.

Doch nun gibt es eine neue Hiobsbotschaft: Die Fertigstellung der Sanierung des Hauses A an der Realschule wird sich um rund ein halbes Jahr
verschieben, wie der Stellvertretende Pressesprecher der Stadt Rosenheim, Christian Schwalm bestätigt: „Seit Jahresbeginn 2018 ist der Bauablauf aufgrund eines Insolvenzverfahrens einer beauftragten Baufirma gestört. Die Insolvenz war durch die Stadt Rosenheim im Vorfeld nicht zu erkennen. In Folge der Insolvenz waren die drei betroffenen Haustechnikgewerke erneut auszuschreiben. Das Vergaberecht schreibt zwingend Fristen vor, die einzuhalten sind, so dass erst Anfang April die Nachfolgefirma beauftragt werden kann. Unter Berücksichtigung einer unvermeidlichen Vorlaufzeit rechnet die Stadt damit, dass im Mai die Bauarbeiten wieder fortgeführt werden können. Zwischenzeitlich können innen nur kleinere Arbeiten erledigt werden, da alle Gewerke auf Vorleistungen der insolventen Firma bzw. der neu ausgeschriebenen Gewerke warten müssen.“

Zudem hat man an der Schule mit der Beseitigung verschiedener Schadstoffe, die bei den Bauarbeiten aufgetreten sind, zu tun. Bereits in den Jahren vor den Sanierungsarbeiten wurden diese immer wieder vereinzelt in den Fachräumen festgestellt, bestätigt Christian Schwalm. Unter anderem ging es im Jahr 2007 um Formaldehyd und Flüchtige organische Verbindungen (VOC), 2008 um Lindan und Formaldehyd sowie 2014 um Schimmelbefall in der Doppelturnhalle. Christian Schwalm: „In den letzten Jahren wurden vereinzelt in Fachräumen der Schule Schadstoffe festgestellt. Diese wurden fachgerecht gereinigt beziehungsweise die Einrichtung entfernt. Die Räume wurden anschließend freigemessen; außerdem gab es Folgemessungen, die eine Schadstofffreiheit bestätigten. Der in der Doppelturnhalle festgestellte Schimmel wurde entfernt.“

Auch auf Grund dieser Historie habe die Stadt bei der Planung der Sanierung Schadstoffbeprobungen durch einen externen Gutachter durchführen lassen, die ein unbelastetes Gebäude bestätigten. Doch im Zuge von Demontagearbeiten seien im Oktober 2017 trotzdem geringe Mengen asbesthaltiger Faserstäube festgestellt worden.

Man habe nach diesem Schadstoff-Fund schnell reagiert, so Christian Schwalm: „Die Stadt hat sofort die Einstellungen der Bauarbeiten veranlasst, die betroffenen Bereiche geschlossen und versperrt. Durchlässe wurden abgeklebt. Eine Gefährdung der Schüler und Lehrer bestand zu keiner Zeit. Anhand einer Raumluftmessung konnten danach keine Asbestfasern nachgewiesen werden und die Baustelle wurde wieder freigegeben.“
Außerdem seien im Zuge der weiteren Bauarbeiten schadstoffhaltige Mikrofasern (KMF) festgestellt worden. Auch hier handelte die Stadt Rosenheim zügig. „Die betroffenen Bereiche wurden ebenfalls umgehend gesperrt, die Verwaltung hat erneut die sofortige Einstellung der Bauarbeiten veranlasst, sodass auch damit eine Gefährdung der Schule ausgeschlossen war. Eine fachgerechte Reinigung wurde durchgeführt, so dass die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden können“, erläutert Christian Schwalm. Bei dem ganzen Vorgang habe man, so Schwalm, die Betroffenen umgehend schriftlich über den jeweiligen Informationsstand und soweit erkennbar über die weiteren Maßnahmen informiert. Sobald Messergebnisse vorlagen oder eine Freigabe der Fläche möglich war, seien Schulleitung und Schulamt ebenfalls schriftlich unterrichtet worden.

Aktuell gehe die Stadt Rosenheim davon aus, dass sich die Fertigstellung der Sanierung von Haus A aufgrund der Insolvenz und der Schadstoffbelastung auf Mai 2019 verschiebe. Baubeginn und Fertigstellung der geplanten Erweiterung seien wegen des laufenden Klageverfahrens derzeit nicht absehbar. Es ist also weiterhin Geduld gefragt für Schüler und Lehrer an der Johann-Rieder-Realschule! ff

Related Posts

Comments are closed.

« »

https://www.caviarbase.com http://www.simondeli.com http://www.weeklyleak.com replica handbags replica handbags hermes replica replica bags replica handbags replica hermes https://www.9replicabag.com replica bags replica handbags http://nwaedd.org replica hermes hermes replica iphone cases cheap jewelry wholesale jewelry sex toys cheap sex toys human hair wigs cheap nfl jerseys cheap jerseys http://www.kahnawake.com canada goose outlet hermes replica replica hermes http://www.gretel-killeen.com http://www.etgworld.com canada goose outlet