Was bewegt Russland und russische Bürger?

27.09.2016 • Aktuelles, Kurznachrichten

Veranstaltungsreihe in Kolbermoor – Start ist am Donnerstag, 6. Oktober

„Was bewegt Russland und die russischen Bürger?“ lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe in Kolbermoor. Mit Foto-Ausstellung, Lesungen und Vorträgen werden vielfältige Aspekte dieser Frage diskutiert.

Start der Themen-Reihe ist am Donnerstag, 6. Oktober, um 18.30 Uhr im Rathaus Kolbermoor: die Ausstellung „heimat to go – Fotografien aus Kolbermoor“ der Künstlerinnen Heidemarie Hauser und Anna Kirsch wird mit einer Vernissage eröffnet. Der Titel macht neugierig, wie die beiden Fotografinnen Motive aus Kolbermoor und das Semester-Schwerpunkt-Thema der VHS unter einen Hut bringen. Die Ausstellung ist dann vom 7. Oktober bis zum 2. Dezember in der Galerie des Rathauses im 1. Stock zu sehen.

Nach der Ausstellungs-Eröffnung geht es um 19.30 Uhr weiter mit Nadine Lashuk, die aus ihrem Buch „Liebesgrüße aus Minsk – wo die Babuschka regiert und Heringe Pelzmäntel tragen“ liest.
Sie reflektiert Weißrussland, das so facettenreich ist, dass es in keine Schublade passt: politische Isolation und Spionageromanatmosphäre auf der einen Seite; Gastfreundschaft, eine pulsierende Hauptstadt sowie idyllische Seenlandschaften auf der anderen.

Die Autorin stolpert 2006 völlig unvorbereitet in diese Welt, in der Linienbusse Rüschengardinen haben, Kondome im Restaurant auf der Speisenkarte stehen und Warteschlangen einer hochkomplexen Logik folgen. Hier verliert sie ihr Herz an Aliaksei, was eine dauerhafte Verbindung zu diesem exotischen Land besiegelt.

Das Anliegen der VHS mit ihrer Veranstaltungsreihe ist, die Möglichkeit zu schaffen, das Land, seine Kultur, seine Beziehungen zu West-Europa, seine Denkweise und Politik differenzierter zu betrachten und damit Verständnis und ein ausgewogenes, maßvolles Urteil befördern. Auf den bunten Eröffnungsabend folgen Vorträge mit kompetenten Fachleuten und angesehenen Referenten:
Der Volkswirtschaftler Dr. Thomas Lange spricht am 19. Oktober über „Die aktuelle wirtschaftliche Situation Russlands“. Am 27. Oktober beleuchtet Dr. Jürgen Zarusky vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin unter dem Titel „Russland und wir“ aktuelle Aspekte und historische Dimensionen einer schwierigen Beziehungsgeschichte. Zwei Beiträge kommen aus dem Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaften: Wiebke Anton erklärt am 3. November die Ansichten der Bürger Russlands und ihre Vorstellungen über die beste Regierungsform.

Am 16. November ist die Lehrstuhlinhaberin, Professor Dr. Petry Stykow zu Gast in Kolbermoor und erläutert‚ Putins Russland. Die darauffolgenden beiden Veranstaltungsabende widmen sich der russischen Kultur: Die Schauspielerin Bina Schröer liest am 24. November mit musikalischer Begleitung durch Schüler der Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor Texte russischer Autoren von Anton Tschechow, Daniil Charms, Wladimir Majakowski unter anderem. Der Philosoph und Kunsthistoriker Dr. Stefan Schmitt stellt am 1. Dezember die Künstler der ,Russischen Avantgarde‘ und deren wechselseitige Beziehungen und Befruchtungen durch und in Mitteleuropa dar. Das „Schlusswort“ spricht der Politologe Rolf Gajewski am 12. Januar mit seinem Versuch, die drängende Frage „Warum verstehen wir Russland nicht?“ zu beantworten und dabei die Geschichte Russlands als Schlüssel zum Verständnis russischer Politik heran zieht.

Veranstaltungen in Kooperation mit der VHS Kolbermoor, dem Stadtmarketing Kolbermoor und der Stadtbücherei Kolbermoor; Infos unter www. vhs-kolbermoor.de.

Related Posts

Comments are closed.

« »