Die Reisegruppe aus der Region unterwegs in Brüssel.

Von Brüssel nach Aschau

29.11.2016 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Grenzüberschreitendes Netzwerk „Region in Aktion“ präsentierte sich in Brüssel

Im Frühjahr des Jahres öffnete das EU-Parlament in Brüssel seine Pforten für die Ausstellung des Netzwerks „Region in Aktion“. Nun kommt die Ausstellung zurück an ihren Ausgangspunkt: Im November eröffnete Bürgermeister Peter Solnar die Ausstellung im Rathaus in Aschau im Chiemgau. Dort wird sie bis Ende Januar zu besichtigen sein und anschließend weiter auf Wanderschaft gehen.
Fünf Basisinitiativen aus der Grenzregion Priental/ Niederndorfer Berg hatten sich vor einem Jahr zum Netzwerk „Region in Aktion“ zusammengeschlossen und eine gemeinsame Ausstellung erarbeitet. Ihnen gemeinsam ist ihr Einsatz für eine intakte Berglandwirtschaft, für Direktvermarktung, Erhalt von Artenvielfalt, Naturreichtum und Lebensqualität im Berggebiet des oberen Prientals und der Tiroler Nachbarregion Niederndorferberg zu verdanken. Es sind die Initiativen Prientaler Bergbauernladen, die Bäuerinnen- und Landfrauengruppe „Bauernland und Bauersleut“, die Sennereigenossenschaft Hatzenstätt, der Sachranger Dorfladen und das“ Bergbauernmodell Sachrang“, die ihre Ziele, Bewegründe und Hintergründe ihres Engagements auf Europaebene präsentierten. Drei Tage lang hatte die Ausstellung ihren Platz im Gebäude des Parlaments gefunden. Und nicht nur dies: Das Rahmenprogramm brachte die Teilnehmer der Reise ins Gespräch mit Politikern, Gremien und Mitarbeitern des Parlaments.

„Es geht nur gemeinsam“, ist das Fazit, das die Teilnehmer von der Reise nach Brüssel zurück ins Priental brachten. Judith Schleiermacher ist eine davon. Die heutige Rentnerin arbeitet seit vielen Jahren im Prientaler Bergbauernladen im Verkauf mit. In ihrem Berufsleben arbeitete sie als Psychologin in einer Klinik. Heute ist sie in Rente und hat Zeit für das, was ihr auch am Herzen liegt: Die Vermarktung regionaler Produkte, der Erhalt der Berglandwirtschaft, gesunde Lebensmittel und die Zusammenarbeit der Menschen auf dem Land. Judith Schleiermacher ist in Ungarn geboren und aufgewachsen. Dass sie zur Studienreise mit nach Brüssel mitfährt, ist für sie eine leichte Entscheidung. „Bevor ich über die Politik der EU urteile, möchte ich mich informieren. Nie wieder erhalte ich die Chance, mir vor Ort ein Bild über das Europäische Parlament zu machen“. Fünf Tage lang war die Reisegruppe mit Bauern, Bäuerinnen, Direktvermarktern, Kommunalpolitikern und Akteuren der fünf Initiativen aus dem oberen Priental und dem angrenzenden Niederndorferberg in Tirol zu Gast in Brüssel und im EU-Parlament. Zur Studienfahrt nach Brüssel hatte Grünen Politikerin Barbara Lochbihler, Mitglied des EU-Parlaments, eingeladen.

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