Heinz Kaufmann, Passion eines Stadtbildes, entstanden im Jahr 1975. Foto: Weiland

Vier Jahrzehnte Künstler-Freunde

20.09.2016 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Heinz Kaufmann und Rolf Märkl in einer Ausstellung in der Städtischen Galerie

Die beiden Künstlerfreunde Heinz Kaufmann und Rolf Märkl haben über Jahrzehnte die Rosenheimer Kunstszene mitgestaltet und geprägt: Heinz Kaufmann (1932 bis 2014) mit seiner Malerei und Druckgrafik, Rolf Märkl (geboren 1931) mit seinen bildhauerischen Arbeiten, Bildern und Holzschnitten. In der Ausstellung „Künstlerfreunde“ würdigt die Städtische Galerie Rosenheim von 23. September bis 6. November 2016 Leben und Werk der beiden Weggefährten.

Heinz Kaufmanns erste Bilder entstehen auf Malreisen in mediterrane Gefilde zusammen mit befreundeten Malern. Frühe Landschaftsimpressionen in starken Farben weichen zunehmend tonigeren, dunkleren Arbeiten, in denen Kaufmann durch Verdichtung und Reduktion beeindruckend Charakter und Magie der jeweiligen Orte festhält.

Ab den 70er-Jahren entstehen zusätzlich zarte Druckgrafiken, die neben mediterranen Landschaften vor allem Motive aus der unmittelbaren bayerischen Umgebung zeigen.

Im Zentrum der Arbeiten von Rolf Märkl steht der Mensch. In lebensgroßen Eichenholzskulpturen und in Bronzeplastiken manifestiert der ehemalige Schüler von Toni Stadler und Heinrich Kirchner Facetten menschlicher Existenz. Seine Holzschnitte und Tafelbilder zeichnet eine kraftvolle, unverwechselbare Formensprache aus. Rolf Märkl ist Träger des Kulturpreises der Stadt Rosenheim (1986) und des oberbayerischen Kulturpreises (2012).

Neben den künstlerischen Arbeiten von Heinz Kaufmann und Rolf Märkl würdigt die Ausstellung in einem Exkurs auch das Engagement der beiden Künstler als mündige, kritische Bürger.
Mit wachem Blick beobachteten Rolf Märkl und Heinz Kaufmann die städtebaulichen Planungen und Veränderungen ihrer Heimatstadt Rosenheim, zeigten Fehlentwicklungen auf, versuchten bauliche Desaster zu verhindern und einen sensibleren Umgang mit der gewachsenen Architektur vergangener Zeiten anzumahnen.

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