Vertane Chance?

22.05.2018 • Aktuelles, Kurznachrichten

Keine Jugendherberge in Prien

Eine vertane Chance für Weiterentwicklung und Zukunftsgestaltung in der Marktgemeinde Prien oder ein Sieg ohne wirkliche Sieger?
Viele offenen Fragen bleiben nach dem Ergebnis des Bürgerentscheids in Prien zugunsten oder gegen eine Jugendherberge an der Osternacher Straße. Für das Bürgerbegehren stimmten nach dem vorläufigen Ergebnis 53,90 Prozent und für das Ratsbegehren zugunsten der Jugendherberge stimmten 47,12 Prozent. Dieses Ergebnis gab Bürgermeister Jürgen Seifert dem Publikum in der Franziska-Hager-Schule bekannt, dort machten nach ersten Informationen nur 400 Prienerinnen und Priener am Wahltag persönlich vom Wahlrecht Gebrauch. Von den Briefwählern waren rund zehn Prozent ungültig, unter anderem wegen fehlender Unterschriften bei der Abgabe der Wahlunterlagen.

Insgesamt war auch die Wahlbeteiligung von gut 50 Prozent enttäuschend, gerade in einem Tourismusort wie Prien und bei den zur Verfügung gestellten Wahlunterlagen. „Die Chance, in Prien eine Jugendherberge neu zu bauen ist vertan“, so Vorstand Michael Gössl vom Vorstand des Jugendherbergswerks. In seinen weiteren Ausführungen sagte Gössl: „Ganze fünf Jahre haben wir mit der Gemeinde Prien und allen Beteiligten, insbesondere mit dem Bürgermeister und mit 21 Gemeinderäten fantastisch zusammengearbeitet und uns bei der Standortentwicklung gemeinsam bemüht, doch mit dem heutigen Ergebnis müssen wir in Prien die Segel streichen“. Es war bereits der vierte Bürgerentscheid in Prien (Chiemsee-Sauna, Seebühne, Block-Heizkraftwerk und nunmehr Jugendherberge), bei dem die Bürger gegen das ehrenamtliche Engagement der Gemeinderats-Mehrheit entschieden haben.

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