Veränderung der Arbeitswelt

25.07.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Diskussion über Bevölkerungsentwicklung bei der Bundesagentur für Arbeit

Bundestags-, Europaparlaments- und Landtagsabgeordnete besuchten die Agentur für Arbeit und diskutierten über Bevölkerungsentwicklung, die Digitalisierung der Arbeitswelt und die Integration von Flüchtlingen.

Die Leiterin der Rosenheimer Arbeitsagentur, Dr. Nicole Cujai, hatte die Bundestags-, Landtags- und Europaparlamentsabgeordneten, deren Wahlkreis in den Agenturbezirk Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim, Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach) reicht, zum „Arbeitsmarktgespräch mit der Politik“ eingeladen. Cujai an die Gäste gewandt: „Schön, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind, um mit uns heute über die aktuelle Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu sprechen und einen Blick auf die Arbeitswelt von Morgen zu werfen. Neben mir freuen sich unser Geschäftsführer Operativ, Michael Vontra sowie die Geschäftsführer der Jobcenter im Agenturbezirk, Armin Feuersinger (Jobcenter Stadt Rosenheim), Franz Heuberger (Jobcenter Landkreis Rosenheim) und Andreas Baumann (Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen) auf den Austausch mit Ihnen.“
Begrüßen konnte die Agenturleiterin die Bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU), die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU), Maria Noichl (SPD), Mitglied des Europäischen Parlaments, und die Landtagsabgeordneten Otto Lederer (CSU) und Klaus Stöttner (CSU).
Cujai eröffnete das Gespräch mit einem Ausblick auf die aktuelle Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt. „Wir hatten im Juni eine Arbeitslosenquote von 2,5 Prozent. Das war ein historisch niedriger Wert, der zuletzt in den Achtzigern und Anfang der 90-Jahre so gering war. Besonders erfreulich ist dabei, dass alle Personengruppen von der rückläufigen Arbeitslosigkeit profitierten und bei den Jugendlichen unter 25 Jahren die Erwerbslosenquote gar nur bei 2,2 Prozent lag“, so Cujai weiter. „Gerade bei den jungen Menschen erwarten wir in den kommenden Monaten auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiterhin eine hohe Dynamik. Einige suchen noch nach einer Lehrstelle für heuer. Bei anderen ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen, ob sie ab September eine Ausbildung machen, oder doch lieber weiter zur Schule gehen.“

Die Agenturleiterin erläuterte, dass es auch bei einer guten Arbeitsmarktlage Menschen gibt, die von der Situation (noch) nicht profitieren und denen eine besondere Aufmerksamkeit gelten sollte, damit auch sie im Erwerbsleben wieder Fuß fassen können. Dabei lenkte sie den Blick auf den Arbeitsmarkt der Zukunft: „Wir sind in unserem Agenturbezirk privilegiert, da bei der Bevölkerungsentwicklung ein deutlicherer Anstieg zu erwarten ist als in Bayern oder Deutschland. Dabei können wir aktuell mit einem aufnahmefähigen Arbeitsmarkt rechnen. So ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (svB) im Agenturbezirk Rosenheim zwischen 2008 und 2016 um mehr als 19 Prozent gewachsen. In Bayern lag das Plus bei knapp 17 Prozent und in Deutschland bei gut 13 Prozent“, sagte Cujai.
Ein weiterer Schwerpunkt des Arbeitsmarktgesprächs lag auf dem Thema „Digitalisie-rung der Arbeitswelt“. „In unserem Agenturbezirk sind viele Menschen im Gesundheitswesen und der Gastronomie beschäftigt, Branchen, bei denen – auch aufgrund unseres kulturellen Hintergrunds – aktuell noch kein großer Substitutionsdruck zu erkennen ist. So sind Roboter, die in Japan bei der Alten- und Krankenpflege schon heute eingesetzt werden, bei uns noch schwer vorstellbar“, so Cujai. „Andererseits entstehen durch die Digitalisierung aber auch neue Berufsbilder, durch die sich die Möglichkeit eines Aufbaus der Beschäftigung ergibt.“ Und Vontra fügte hinzu: „Es ist auch möglich, dass die Arbeitnehmer in Branche A ausgestellt werden und nach einer entsprechenden Weiterqualifizierung in Branche B einen neuen Job finden.“

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