Unterschriften übergeben

16.08.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Bad Aiblinger Stadtrat fordert Erhalt der Geburtshilfestation am RoMed Klinikum

Eine vom Bad Aiblinger Stadtrat einstimmig beschlossene Resolution zum Erhalt der Bad Aiblinger Geburtshilfestation am RoMed Klinikum übergaben die Bürgermeister Felix Schwaller und Erwin Kühnel nun an die stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner zur Weitergabe an Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Wie berichtet, muss die Station am 15. August schließen, da sich keine Belegärzte und auch keine Hebammen zur Weiterführung finden lassen. Auf einer Pressekonferenz im Landratsamt stellten der Landrat Wolfgang Berthaler und die führenden Vertreter der RoMed Kliniken und der Hebammenschaft dar, dass es in der derzeitigen Situation fast unmöglich ist, Ersatz für ausscheidene Ärzte und Hebammen zu finden. Zu arbeits- und vor allem zeitintensiv sei der Bereitschaftsdienst und damit nicht attraktiv für Gynäkologen. Die Hebammen hingegen binden sich nur ungern an eine Geburtsstation, deren Erhalt nicht auf längere Sicht garantiert werden kann.

Es sei weder eine Sache des Geldes und auch nicht mangelnden Bemühens, betonten der Landrat und auch RoMed-Geschäftsführer Peter Lenz, auf laut werdende Vorwürfe. Es sei derzeit einfach unmöglich, Personal zu finden. Eine Lösung mit beim Landkreis angestellten Bestandsärzten sei durchaus denkbar, wohingegen eine Festanstellung von den Hebammen größtenteils abgelehnt werde. Die zumeist freiberuflich arbeitenden Geburtshelferinnen und -helfer wollen ihren Patientinnen und dem Nachwuchs auch vor und nach der Geburt begleitend zur Seite stehen, was mit einer angestellten Arbeit als Geburtshelferin nicht vereinbar sei.

Konzept

Ein Konzept soll von Landkreis, RoMed Kliniken und Hebammen erarbeitet werden, mit seiner Präsentation sei etwa im November zu rechnen, so Lenz. Danach werde versucht, die Station nach Möglichkeit wieder zu öffnen.

In der Zwischenzeit sollen die Geburten auf die Kliniken in Rosenheim, Wasserburg und Bad Aibling aufgeteilt werden, beziehungsweise auf Häuser in den nördlich angrenzenden Landkreisen.

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