Unklare Verkehrslage am Ludwigsplatz

24.10.2016 • Aktuelles, Kurznachrichten

Polizei informiert über rechtliche Grundlagen

Aufgrund der verschiedensten kursierenden Rechtsauffassungen über die tatsächlich geltenden Vorschriften im Bereich vom Ludwigsplatz, möchte die Polizei nun Licht ins Dunkel bringen: Bei dem Bereich vom Ludwigsplatz bis um die Kurve in die Kaiserstraße handelt es sich um einen sogenannten „Verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“.

Daher gelten dort im Übrigen die allgemeinen Regeln der Straßenverkehrs-Ordnung. Das bedeutet für Fußgänger, trotz der Geschwindigkeitsbeschränkung, keinen Vorrang gegenüber den Fahrzeugen.
Der fließende Fahrzeugverkehr hat Vorrang vor den Fußgängern. Demnach dürfen Fußgänger eigentlich nur die Fahrbahn queren, wenn keine Fahrzeuge kommen und dies gefahrenlos möglich ist. Der Fahrbahnbelag spielt dabei keine Rolle.

Leider ist dies dort sehr oft nicht die gängige Praxis und im Falle eines Unfalls würde aber dann der Fußgänger als Verursacher angesehen werden, sofern die erlaubte Geschwindigkeit nicht überschritten wird.

Für eine gefahrenlose Querung der Fahrbahn wurde hierzu auch ein Fußgängerüberweg eingerichtet. Laut Gesetz ist es auch zumutbar einen Umweg (50 Meter und mehr) in Kauf zu nehmen, um dort gefahrenlos die Fahrbahn zu queren.

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