Nicht ohne Tüte!

10.04.2018 • Aktuelles, Kurznachrichten

Verantwortungsbewusster Umgang mit Hundekot gefragt

Sie gelten als des Menschen beste Freunde: Rund fünf Millionen Hunde leben in Deutschland; damit sind die Vierbeiner da zweitliebste Haustier der Bundesbürger gleich hinter den Katzen. Doch so geliebt die „Zamperl“ bei ihren Besitzern sind, so wenige geschätzt werden die Hinterlassenschaften der Hunde bei manchen Mitbürgern. Gerade jetzt im Frühling, wenn viele Spaziergänger unterwegs sind und Kinder im Freien toben und spielen, gibt es wieder Ärger mit Hundehäufchen in Parks und auf öffentlichen Wiesen. Die meisten Besitzer verhalten sich zwar verantwortungsbewusst und heben den Kot ihrer Tiere mithilfe von Tüten auf; es gibt aber auch einige „schwarze Schafe“ unter den Hundehaltern, die sich um die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht scheren. Genau an die wendet sich auch ein Flyer des Rosenheimer Grünflächen- und Umweltamtes, der ein gelungenes und einvernehmliches Miteinander von Hunden, ihren Haltern und allen anderen Bürgern zum Ziel hat. Darin wird erinnert, dass ein jeder Hundebesitzer die Pflicht hat, das Häufchen seines Tieres von öffentlichen Gehwegen und Straße sowie aus Grünanlagen zu entfernen und als Restmüll in der Tonne zu entsorgen. Für alle diejenige, die keine Tüte zur Entsorgung dabei haben, hat die Stadt Rosenheim übrigens im ganzen Stadtgebiet verteilt Tütenspender aufgestellt. Die Standorte dieser Spender und weitere Informationen gibt es unter www.rosenheim.de/stadt-buerger/umwelt-und-natur/abfallwirtschaft/hundekot.htm.

Futtergrundlage

Auch den regionalen Bauern sind die Häufchen logischerweise ein Dorn im Auge Auge. „Unsere heimischen Weiden und Wiesen dienen als Futtergrundlage für Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen. Die Verunreinigung des Futters mit Hundekot kann eine Gefahr für die Gesundheit unserer Tiere sein“, sagt die Referentin des Bayerischen Bauernverbandes, Janne Richelsen. Hundekot sei weder Mist noch Dünger, sondern ein gesundheitliches und hygienisches Risiko für die Tiere. „Gelangt Hundekot ins Futter, können verschiedene Krankheiten übertragen werden, im schlimmsten Fall kann es zu Fehl- und Totgeburten bei Rindern kommen.“ Im Hundekot können Erreger vorhanden sein, die zu Erkrankungen bei Mensch und Tier führen können, wie zum Beispiel Salmonellen, Parasiten oder der Hundebandwurm. Der BBV entkräftet damit das Argument vieler Hundebesitzer, Hundekot sei gleich Kuhfladen. Gülle oder Mist, der auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht wird, werde vom Boden schnell aufgenommen. Außerdem würden Krankheiten hauptsächlich durch den Kot von Fleischfressern übertragen.

Appell

Der Bayerische Bauernverband appelliert daher ebenfalls an alle Hundehalter, Gassi-Säckchen für die Häufchen ihrer Tiere zu verwenden und im nächsten Mülleimer zu entsorgen. Hundehalter sollten zudem bitte auf den Wegen bleiben und keine Bälle, Stöckchen oder ähnliches in die landwirtschaftlichen Flächen werfen.

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