Von links: Dr. med. Ertan Mergen, Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Sylvia Schmidt und Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumvorsitzender der Stiftung.

TREFFPUNKT im Chiemgau

11.12.2018 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs lässt junge Betroffene nicht allein

Bis vor zwei Jahren gab es für junge Krebspatienten keine Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit anderen jungen Betroffenen. Trotz Facebook und Co. sind jungen Krebskranken gemeinsame Aktivitäten und Gespräche aber sehr wichtig. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat deshalb ihr Projekt TREFFPUNKTE in inzwischen 18 deutschen Städten und Regionen mit jungen krebskranken Frauen und Männern aufgebaut.

Für den Chiemgau wird demnächst in der Stadt Rosenheim ein weiterer TREFFPUNKT eröffnet. Junge Menschen, die im Alter von 18 bis 39 an Krebs erkrankt sind oder waren und mit den Folgen der schweren Erkrankung kämpfen, können sich gern bei der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs unter der E-Mail treffpunkt@junge-erwachsene-mit-krebs.de melden.

„Eine Freundin, die nicht an Krebs erkrankt war, kann meine Situation und auch Ängste kaum nachvollziehen. Sie ist vielleicht sogar damit überfordert. Mit anderen Betroffenen muss ich manchmal nur wenige Worte wechseln, und wir verstehen uns“, beschreibt die 24-jährige Mara, die an einem Hodgkin-Lymphom erkrankt war, ihre Situation. „Die Möglichkeit zum Austausch wird – neben den jungen Krebspatienten – auch von Angehörigen und Freunden wahrgenommen“, erklärt Prof. Dr. med. Diana Lüftner, Vorstand der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Die anerkannte und engagierte Onkologin an der Berliner Charité, stammt aus dem Chiemgau und wird in Rosenheim von Dr. med. Ertan Mergen, Chefarzt und Ärztlicher Leiter der Strahlentherapie im Medizinischen Versorgungszentrum am Klinikum Rosenheim GmbH und Sylvia Schmidt, Geschäftsführerin der Onkokontor GmbH unterstützt. Alle sind ehrenamtlich für die Stiftung tätig. Die Fachärzte stehen dem künftigen TREFFPUNKT Chiemgau für medizinische Fragen und weiteren Rat bei Bedarf zur Verfügung.
Lüftner freut sich, dass sich die jungen Betroffenen weit über die Organisation gemeinsamer Treffen, gemeinsamen Kinobesuchen oder auch Bowling hinaus engagieren. Die jungen Mitglieder der TREFFPUNKTE sind dabei sehr kreativ und sogar für die Belange der jungen Krebspatienten auf regionalen Patiententagen oder Kongressen unterwegs.

Für Samstag, 9. März 2019, 11 bis 15.30 Uhr, hat die Stiftung auch einen öffentlichen Informationstag zum Thema „Krebserkrankung bei jungen Erwachsenen – Große Fortschritte, aber auch viele offene Fragen“ in Rosenheim geplant.
TREFFPUNKT-Interessierte können sich aber gern vorher bei der Stiftung melden.
Nahezu 15 000 junge Frauen und Männer im Alter von 18 und 39 Jahren erkranken jedes Jahr in Deutschland neu an Krebs. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs ist Ansprechpartnerin für Patienten, Angehörige, Wissenschaftler, Unterstützer und die Öffentlichkeit. Die Stiftungsprojekte werden in enger Zusammenarbeit mit den jungen Patienten entwickelt und bieten eine direkte und kompetente Unterstützung für die Betroffenen.

Alle Stiftungsprojekte werden ausschließlich durch Spenden finanziert. „Helfen Sie mit Ihrer Spende bitte mit“, so Lüftner und verweist auf das Spendenkonto der als gemeinnützig anerkannten Stiftung (www.junge-erwachsene-mit-krebs.de).

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