Rosenheims Oberbürgermeisterin, Preisträger Constantin Geier, Preisträger Hannes Pravida, Dieter Friedel, Schulleiter des Ignaz-Günther-Gymnasiums und Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe. Foto: Schlecker

„Eine ganz tolle Sache“

14.03.2017 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Erstmals Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Rosenheim

„Jugend forscht“, Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb, will den Forschergeist junger Menschen wecken. Heuer geht es in die 52. Runde. Erstmals gab es jetzt mit der Firma Kathrein als Partner einen Regionalwettbewerb für den Südosten Bayerns. Die Siegerehrung fand in der Hochschule Rosenheim statt. Besonders gut schnitt dabei das Ignaz-Günther-Gymnasium ab.

Constantin Geier ist 18 Jahre alt und in naturwissenschaftlichen Fächern ein Ass. In Fächern wie Physik oder Mathematik erzielt der Gymnasiast immer Bestnoten. Vor zwei Jahren hat er dann in seiner Freizeit mit der Entwicklung einer App begonnen. Dem jungen Mann missfiel, dass 3D-Aufnahmen mit Drohnen nur mit einer Zeitverzögerung auf Handy oder Tablet gelangen. „Das wollte ich ändern“, erzählt Constantin Geier. Tatsächlich gelang es ihm schließlich, dieses Manko zu beheben: „Dank meiner App werden die Aufnahmen jetzt in Echtzeit wiedergegeben.“

Damit gelang dem Schüler des Ignaz-Günther-Gymnasium etwas, worüber sich die Entwickler großer Unternehmen schon lange die Köpfe zerbrechen. Belohnt wurde dieser enorme Forschergeist jetzt beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ mit einem 1. Preis in der Kategorie „Mathematik und Informatik“.

Insgesamt wurden an den beiden Wettbewerbstagen in der Hochschule Rosenheim 62 Projekte in sieben Kategorien präsentiert und von einer fachlich versierten Jury nach strengen Maßstäben bewertet. Die Teilnehmer kamen von Schulen aus dem gesamten Südosten Bayerns. Das Ignaz-Günther-Gymnasium Rosenheim stellte 18 Teilnehmer. Neben Constantin Geier konnte auch Schulkollege Hannes Pravida einen 1. Preis in Empfang nehmen. Der 17-Jährige testete mit aufwendigen Versuchsaufbauten, wann Schall bestmöglich absorbiert wird.

Neben den Wettbewerbsteilnehmern nahmen an der Schlussveranstaltung auch viele Eltern, Lehrer und Ehrengäste teil. Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer freute sich darüber, dass sich auch viele Mädchen dieser Herausforderung stellten. Anton Kathrein, CEO der Kathrein-Gruppe, beurteilte den Wettbewerb als „ganz tolle Sache“.

Dr. Thomas Grillenbeck, Mathematiker und Physiklehrer am Ignaz-Günther-Gymnasium fungierte bei dem Regionalwettbewerb als Leiter. Ich fördere gerne den Nachwuchs und freue mich immer zu sehen, wie viel Spaß junge Leute an Naturwissenschaften haben“, begründete er sein Engagement. Professor Heinrich Köster, Präsident der Hochschule Rosenheim, sieht in dem Wettbewerb eine gute Möglichkeit, um zukünftige Studenten und Fachkräfte im Bereich MINT gewinnen zu können.

Für Constantin Geier und Hannes Prada geht der Wettbewerb „Jugend forscht“ schon bald in die nächste Runde. In Kürze starten die Landeswettbewerbe. Dann müssen die beiden jungen Rosenheimer die Jury erneut von ihrem Forschergeist überzeugen, um schließlich auf Bundesebene zu den Besten des Jahres 2017 zählen zu können. Karin Wunsam

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