„Töpfe, Truppen, Taschenuhren“

08.11.2016 • Aktuelles, Nachrichten

Wanderausstellung als grenzübergreifendes Projekt

Zwei Gemeinden sowie ein Amt in Bayern und drei Städte in Tirol mit einem gemeinsamen Projekt – kann das funktionieren? Ja es kann! Mitte Juni hat der Regionale Lenkungsausschuss Mitte, dem die Euregio Inntal angehört, das Projekt „Töpfe, Truppen, Taschenuhren: Handel und Wandel auf und am Inn (1550 – 1650)“ genehmigt. Die Euregio Inntal begrüßt dieses Vorhaben besonders, weil die geplante Wanderausstellung ein grenzübergreifendes Projekt im wahrsten Sinn des Wortes ist, verbindet diese nicht nur Bayern und Österreich sondern auch die Vergangenheit mit dem Jetzt.

Ursprung des Projekts war der Fund einer Taschensonnenuhr in Oberaudorf. Mit der tatkräftigen Unterstützung des Doktoranden Elias Flatscher von der Universität Innsbruck und Michael Steigenberger vom Historischen Verein Audorf wurde an einer Möglichkeit getüftelt und gefeilt, um dieses interessante Stück gemeinsam mit anderen thematisch passenden Exponaten aus dem Inntal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In Oberaudorf haben sich jetzt die Projektpartner getroffen, um sich über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen auszutauschen. Ebenso wurden viele Fragen rund ums Projekt angesprochen. Die wissenschaftlichen Autoren sind schon bei der Erarbeitung ihrer Beiträge, auf deren Grundlage dann die Ausstellungskonzeption erfolgt. Parallel dazu werden in den nächsten Wochen mit den Partnermuseen der beteiligten Städte und Gemeinden die Exponate festgelegt, die dann in der Ausstellung zu sehen sein werden.
Von Rosenheim mit dem Innmuseum des Wasserwirtschaftsamtes über Neubeuern, Oberaudorf, Kufstein und Schwaz bis Hall wird dieses Interreg-Vorhaben am Inn entlang seine Stationen nehmen und Historiker und Wissenschaftler aus dem Euregio-Gebiet erarbeiten die Ausstellungsinhalte zusammen – sodass bereits die Vorbereitung grenzübergreifend erfolgt, so die Euregio-Geschäftsführerin Esther Jennings. Zu sehen sein wird das Ganze ab Frühjahr 2017, wenn die Ausstellung mit ihrer Reise beginnt.

Interessierten Gemeinden oder Museen wird diese Ausstellung auch nach dem offiziellen Projektende zur Verfügung stehen – ein weiterer wichtiger Gedanke im Sinne der Nachhaltigkeit.

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