Tief ergreifend für den Hörer
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Tief ergreifend für den Hörer

Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Rosenheim lädt am letzten Sonntag des Kirchenjahres, 21. November, um 10 Uhr zu einem Kantatengottesdienst mit Totengedenken in die Erlöserkirche ein.

Ein Schwerpunkt wird in diesem Gottesdienst auf der Musik liegen: Zur Aufführung gelangt unter anderem das „Miserere in c“, ZWV 57 des böhmischen Barockkomponisten Jan Dismas Zelenka. Neben Mitgliedern des Chores an der Erlöserkirche wirkt Ramona Laxy als Sopranistin und Musikerinnen und Musiker des Seraphin-Ensembles München mit. Die Liturgie gestaltet Pfarrer Dr. Bernd Rother, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Dekanatskantor Johannes Eppelein.
Der aus Böhmen stammende Zelenka wirkte die längste Zeit seines Lebens als Hofkomponist in Dresden. Er war bereits zu Lebzeiten von Johann Sebastian Bach ob seiner hohen kompositorischen Fähigkeiten hochgeschätzt. Seit einigen Jahrzehnten wird sein zu Unrecht in Vergessenheit geratenes Oeuvre zunehmend wiederentdeckt. Manche Musikwissenschaftler bezeichnen ihn heute sogar als gleichrangiges Pendant zu Johann Sebastian Bach. Zelenkas Vertonung des vierten Bußpsalms „Miserere“ aus dem Jahre 1738 ist ein Werk von großer Leidenschaft: In ihm kommt Zelenkas volle schöpferische Individualität zum Vorschein, in einer Tonsprache, die den heutigen Hörer tief zu ergreifen, mitunter aber auch zu irritieren vermag.

Das „Miserere“ sollte bereits im März 2020 beim geplanten Passionskonzert des Chores an der Erlöserkirche aufgeführt werden. Was damals wegen der ausbrechenden Pandemie am Tag vorher abgesagt werden musste, wird nun im Rahmen eines Kantatengottesdienstes nachgeholt.
Aufgrund der 3G-Regel ist keine vorherige Anmeldung mehr nötig. Dafür ist für den Besuch des Gottesdienstes ein entsprechender Nachweis nötig: geimpft, genesen oder negativ getestet. Außerdem gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

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