Sucht macht auch die Angehörigen krank

15.10.2019 • Aktuelles, Kurznachrichten

Hilfe gibt es bei der Fachambulanz für Suchterkrankungen

Wer eine nahestehende Person hat, die süchtiges Verhalten zeigt, dem sind Gefühle der Hilflosigkeit und Ohnmacht nicht fremd. Die Suchterkrankung eines Menschen hat nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die direkt Betroffenen, sondern auch auf das Umfeld: Partner, Kinder, Eltern und Freunde.
Nicht selten werden Angehörige beim verzweifelten Versuch, dem geliebten Partner, Kind oder Freund zu helfen, selbst krank. Über die Hälfte der Angehörigen von Suchtkranken suchen wegen körperlicher und/oder seelischer Beschwerden einen Arzt auf. Häufig stehen Diagnosen wie Depression, Burnout, Schlaflosigkeit, Nervosität oder Migräne im Raum. Oft wird verkannt, dass sich Probleme nicht unmittelbar durch die Sucht des nahestehenden Menschen ergeben, sondern durch das Zusammenleben mit einer abhängigen Person.

Das Beratungsangebot der Fachambulanz für Suchterkrankungen der Diakonie Rosenheim widmet sich daher auch der Gruppe der Angehörigen, den co-abhängigen Strukturen, Symptomen, Auffälligkeiten und spezifischen Störungsbildern.
Sowohl im Einzel- wie auch im Gruppenkontext finden Angehörige Unterstützung. Die Inhalte der Beratung werden durch die spezifischen, individuellen Situationen der Angehörigen bestimmt. Allgemeine Informationen zum Thema Suchterkrankungen können zum besseren Verständnis eingeholt werden. Besonders hilfreich wird von Angehörigen die monatlich stattfindende Angehörigengruppe empfunden, bei der sich – unter fachlicher Leitung von Dipl.-Soz.-Päd. Ute Franke – Menschen in ähnlicher Lebenslage austauschen. Das Gefühl, nicht allein mit dieser Problematik zu sein, verschafft meistens bereits Erleichterung.
Kostenfreier und unter Wahrung der Schweigepflicht Kontakt für weitere Informationen, Beratung und Unterstützung erhält man bei:

Fachambulanz für Suchterkrankungen – Prävention, Beratung, Behandlung – diaLog – Kufsteiner Straße 55, Rosenheim, Telefon 0 80 31/ 35 62 80, E-Mail fachambulanz@sd-obb.de.

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