Stühle statt Stillstand

07.11.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Ausstellung „RefuChairs“ soll künstlerisch Migration fördern

„Wir setzen auf Stühle statt auf Stillstand“ – lautet der Slogan des Projekts „RefuChairs“. Seit dem Sommer reparieren und bemalen Flüchtlinge unter der Leitung von Beate Hitzler alte Stühle aus der ehemaligen Fachklinik Alpenland.

Die Aktion soll die Geflüchteten aus ihrer Lethargie reißen. Solange das Verfahren zur Anerkennung des Flüchtlingsstatus läuft, dürfen die meist jungen Männer nicht arbeiten.
In Bad Aibling bedeutet das, dass Flüchtlinge den Großteil ihrer Zeit im Container absitzen. Sie leben dort in großer Enge, niemals allein und ohne Rückzugsort. Durch diese Situation geraten viele von ihnen in seelische Krisen. Depressionen, auch Aggressionen können die Folge sein.

Das Projekt „RefuChairs“ des Kreises Migration soll dabei helfen, Spannungen abzubauen, das Selbstwertgefühl zu erhalten und zu stärken. Es gibt den Flüchtlingen die Möglichkeit, wieder etwas zu tun, selbst kreativ zu werden und eigene Leistungen anzuerkennen.

Die Arbeit in der Gesellschaft schafft zudem die Möglichkeit einer erleichterten Integration und hilft den Flüchtlingen, wieder neuen Lebensmut zu schöpfen.

Das vorläufige Ergebnis des Projekts, eine Dokumentation, Fotografien und Bilder des Senegalesen Armand Diagne zeigt der Kunstverein Bad Aibling in Zusammenarbeit mit dem Kreis Migration Bad Aibling ab Freitag, 10. November, im alten Feuerwehrgerätehaus.
Die Ausstellung „RefuChair“ endet am Sonntag, 19. November.

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