Starkbierfeste abgesagt

09.03.2020 • Aktuelles, Nachrichten

Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Wolfgang Hierl spricht von einer dynamischen Entwicklung beim neuartigen Corona-Virus

 

Auf einer Pressekonferenz am heutigen Montag haben der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Dr. Wolfgang Hierl, Dr. Jens Deerberg-Wittram, Geschäftsführer der RoMed Kliniken und Nina Mascher, Abteilungsleiterin Gesundheit, Veterinärwesen und Verbraucherschutz im Landratsamt, über den aktuellen Stand der Dinge zum Thema Corona-Virus informiert. Nach Angaben von Dr. Hierl sei eine äußerst dynamische Entwicklung zu verzeichnen. Inzwischen gebe es drei bestätigte Infektionsfälle in Stadt und Landkreis Rosenheim. Zur bereits bekannten ersten Person, die in absehbarer Zeit und nach einem letzten, negativen Abstrich, aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden kann, sind zwei neue Fälle gekommen: eine Person, die im RoMed Klinikum arbeitet sowie ein ganz aktueller Fall, eine Person aus dem Landkreis, die sich in Südtirol angesteckt habe und etwas schwerere Symptome aufweise und damit im Klinikum isoliert behandelt werde.
Dr. Jens Deerberg-Wittram berichtete über den Sachstand des Infektionsfalls am RoMed Klinikum Rosenheim: „Eine Mitarbeiterin in der Chirurgie ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Die von ihr behandelten Personen wurden isoliert, ihre engeren Kontaktpersonen informiert. Diese befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne. Entferntere Kontaktpersonen stehen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt, damit bei Auftreten von Symptomen sofort Maßnahmen ergriffen werden können.“

„Wir nehmen den Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst“, betonte Dr. Wolfgang Hierl. Deshalb habe man auch eine erneute Risikobewertung vorgenommen und das Ergebnis den Verwaltungen der Stadt und des Landkreises zukommen lassen. Diese neuen Infektionsfälle sprechen, so der Leiter des Gesundheitsamtes, für eine verschärfte Gefährdungslage: „Die große Zahl der Gäste, die an Biertischen eng zusammensitzen, erhöht einfach das Ansteckungsrisiko. Deshalb haben wir die Empfehlung bekräftigt, sowohl das geplante Starkbierfest in Raubling als auch bereits laufende in Rosenheim abzusagen.“
Dieser Einschätzung folgte das Landratsamt Rosenheim. Nina Mascher, Abteilungsleiterin Gesundheit, Veterinärwesen und Verbraucherschutz, erklärte auf der Pressekonferenz, dass man als zuständige Anordungsbehörde die Veranstaltung untersagt habe.

Auch Auerbräu reagierte übrigens kurz nach den Empfehlungen des Gesundheitsamtes und der Stadt Rosenheim und kündigte an, das am Freitag eröffnete Starkbierfest in der Rosenheimer Inntalhalle abzusagen. Die Stadt Rosenheim begrüßt in einer Pressemitteilung die Entscheidung der Auerbräu GmbH, das Rosenheimer Starkbierfest als Veranstalterin abzusagen: „Damit trägt die Brauerei der verschärften Risikobewertung des Rosenheimer Gesundheitsamtes Rechnung. Die Stadt Rosenheim teilt die Einschätzung des Gesundheitsamts, dass es nunmehr um das sogenannte „Containment“ gehen muss, das heißt, die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung zu verlangsamen und einzuschränken. “

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