Die drei langjährigen Starbulls-Vorstände Willi Graue, Richard Diebald und Karl Aicher kandidieren nicht mehr für die Vorstandschaft.

Starbulls-Vorstände nehmen Auszeit

02.07.2014 • Aktuelles, Sport

Willi Graue, Richard Diebald und Karl Aicher kandidieren nicht mehr

Vergangene Woche trafen sich die Starbulls-Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in den Räumlichkeiten des OVB-Medienhauses in Rosenheim/Aisingerwies, bei deren Verlauf alle drei Starbulls-Vorstände bekannt gaben, dass sie nicht mehr für eine Neuwahl zur Verfügung stehen würden.

Seit der Neugründung der Starbulls Rosenheim e.V. im Jahre 2000 wurde der Verein von den Vorständen Willi Graue und Richard Diebald geführt. Der Dritte im Bunde, Karl Aicher, kam 2005 hinzu. Seither wurde der Rosenheimer Traditionsclub von dem Dreigespann geleitet und während ihrer Amtszeit von der bayerischen Bezirksliga bis in die zweithöchste deutsche Spielklasse gehievt, aktuell dem höchsten Ziel, welches man auf sportlichem Wege im deutschen Eishockey erreichen kann. Jetzt stehen alle drei nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Als Grund nannten alle drei geschlossen die enorme Belastung, die diese ehrenamtliche Tätigkeit mit sich bringt, aber vor allem auch die ausstehende Stadionfrage in Rosenheim. Man wünsche sich von der Stadt Rosenheim eine klare Aussage, ob nun ein neues Eisstadion gebaut werden wird oder nicht. Dies sei für den Eishockeystandort Rosenheim elementar wichtig und für die weitere Planungssicherheit unumgänglich. Professionelles Eishockey, mit seiner herausragenden Nachwuchsarbeit, sei mittelfristig nur mit einer geeigneten Spielstätte möglich.

Schon heute bietet das arg in die Jahre gekommene, altehrwürdige Kathreinstadion kaum mehr Bedingungen, die ein konkurrenzfähiges Wirtschaften ermöglichen würden. Dies macht sich auch an der Kapazitätsabsenkung auf 4750 Zuschauer bemerkbar und es ist durchaus damit zu rechnen, dass diese Kapazität im Laufe der nächsten Jahre weiter abgesenkt werden wird.

Der Rückzug der Vorstandschaft sollen nicht als Druckmittel in Richtung der Stadtväter verstanden werden, sondern viel mehr auf die wachsenden Nöte des Traditionsstandortes Rosenheim aufmerksam machen.

Von einer polemischen Diskussion, die noch zu „Marox- Zeiten“ in der Stadionfrage zwischen Stadt und damaliger Clubführung geführt wurde, sei man weit entfernt. „Wir rufen alle unsere Anhänger dazu auf, in den jetzt sicherlich beginnenden Diskussionen fair und sachlich zu bleiben. Man dürfe bei allen unseren berechtigten Sorgen bitte auch nicht vergessen, dass die Stadt Rosenheim auch schon viel für die Starbulls getan hätte“, so Richard Diebald während der gestrigen Versammlung. „Die Stadt Rosenheim müsse aber auch eine Entscheidung treffen, ob sie weiterhin das Aushängeschild Eishockey in Rosenheim haben möchte oder nicht“, so Diebald weiter. „Jede Entscheidung der Stadt werden wir akzeptieren und unsere Maßnahmen entsprechend daran ausrichten.“

Sind die Starbulls mit der Nicht- Widerwahl der Troika jetzt ohne Führung? Nein, auf gar keinen Fall! Die Satzung der Starbulls sieht in diesem Falle vor, dass die bisherige Vorstandschaft so lange im Amt bleibt, bis ein neuer Vorstand gewählt und die Geschäfte ordnungsgemäß übergeben sind. „Natürlich hätten wir unsere Ämter auch einfach niederlegen können“, so Erster Vorstand Willi Graue, „dann hätte es zur Wahl eines Notvorstandes kommen müssen.
Aber dies wäre ein- sich aus der Verantwortung stehlen- gewesen und entspräche nicht unserem Naturell. Wer uns kennt, der weiß nur all zu genau, mit welcher Leidenschaft wir die Geschicke der Starbulls gelenkt haben und auch weiter lenken werden.“

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