Anton Heindl

„Die Stadt darf nicht abgehängt werden“

28.03.2017 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Gewerbeverband Rosenheim zum Nordzulauf des Brennerbasistunnels

Der Gewerbeverband Rosenheim fordert im Zusammenhang mit der Diskussion um den Brenner-Nordzulauf, dass die Stadt nicht vom internationalen Streckennetz abgehängt wird. Die Gewerbetreibenden im Verband begrüßen grundsätzlich, dass in naher Zukunft möglichst viele Waren von Nord nach Süd oder umgekehrt auf der Schiene zum Brennerbasistunnel transportiert werden, was auch von den „Tirolern“ gewünscht wird und im Sinne des Umweltgedankens sinnvoll ist.
Deshalb befürchtet der Gewerbeverband, dass unsere Nachbarn, bestimmte Waren nicht mehr auf der Straße durch das Land fahren lassen, wenn der Brennerbasistunnel fertig ist.

Deshalb sei es notwendig, um nicht noch mehr in Verzug zu kommen, dass der Planungsdialog, wie beim Treffen mit Bundesminister Alexander Dobrindt am 6. März in Landratsamt Rosenheim vorgeschlagen, schnellstens wieder aufgenommen wird.

„Erfreut nehmen wir die Aussage und das Versprechen des Ministers zur Kenntnis, dass die Untertunnelung des Samerberges, das heißt eine Verkürzung der Bahnstrecke Wien-Salzburg-Innsbruck, vom Tisch ist“, betont Vorsitzender Anton Heindl. Der wiederaufgenommene Planungsdialog müsse künftig für den gesamten Raum Rosenheim und Inntal parallel laufende Planungsschritte beinhalten und mit einer gleich intensiven Gremiumsarbeit aller Beteiligten durchgeführt werden.
Die vorgegebenen Korridore im Inntal, westlich des Inns wie auch östlich und die Umfahrung Rosenheims im Osten oder Westen müssten ehrlich und unvoreingenommen untersucht werden.
Dabei gehe es darum, alle möglichen Trassen aufzuzeigen, abzuwägen und die Vorteile und Nachteile gegenüberzustellen.

Rosenheimer Schlüsselrolle

Laut Aussage des Gewerbeverbandes komme dabei auf die Stadt Rosenheim eine Schlüsselrolle zu.
„Wird Rosenheim umfahren oder führen die Gleise weiterhin durch das Stadtgebiet?“, lautet die Kernfrage. Es handle sich nach Meinung des Vorsitzenden um rund 450 Zugbewegungen, die im schlimmsten Fall um nochmals 100 erhöht werden könnten. „Das kann es nicht sein“, findet der Erste Vorsitzende des Gewerbeverbandes, Anton Heindl.

Für den Fall, dass bei aller Abwägung Neubautrassen in Erwägung gezogen werden, fordert der Gewerbeverband eine Tunnelung oder Einhausung der Strecke, nach „Tiroler Standard“, wenn für oberirdische Trassen kein Platz vorhanden ist.

„Wie dem auch sei, das Versprechen, das Bundesminister Alexander Dobrindt im vergangenen Jahr gegeben hat, den Lärmschutz entlang der bisherigen Trasse durchgehend zu optimieren, muss schnellstens eingelöst werden, weil schon jetzt die Anlieger an der Strecke mit erheblichem Lärm und damit auch mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen haben!“, so der Vorsitzende.
Es müsse für die „Eisenbahnerstadt Rosenheim“ langfristig auch sichergestellt werden, dass die Stadt nicht vom internationalen Streckennetz abgehängt werden darf. Zudem muss auch der Personennahverkehr in Zukunft in vollem Umfang aufrechterhalten werden und über den Rosenheimer „Hauptbahnhof“ solle in diesem Zusammenhang auch nachgedacht werden.

Das Fazit des Ersten Vorsitzenden Anton Heindl: „Wenn es denn notwendig sein wird, ein drittes oder viertes Gleis zu bauen, was sicher erst nach einer intensiven Bedarfsermittlung entschieden werden kann, empfiehlt der Gewerbeverband Rosenheim der Stadt und den Gemeinden, sich einer Veränderung des Transportes von Gütern nicht zu verschließen!“

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