Blick auf die Mitgliedsversammlung des WV in historischem Ambiente. Foto: ps

Sicherheit muss sein, aber wer bezahlt?

29.05.2018 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Mitgliedsversammlung des Wirtschaftlichen Verbands für Stadt und Landkreis Rosenheim auf Schloss Amerang

Ein gutes Jahr liegt hinter dem Wirtschaftlichen Verband für Stadt und Landkreis Rosenheim (WV) und seinen Veranstaltungen und Aktivitäten.
Zur Mitgliedsversammlung traf man sich im Schloss Amerang, wo Ehrengast August Voit stellvertretend für den verhinderten Landrat Wolfgang Berthaler zu den Mitgliedern des Verbands sprach. Der Ameranger Bürgermeister ging auf den langen Weg von der Gründung des Verbands vor dem Zweiten Weltkrieg und die enorme Ausweitung seiner Aufgaben über die Jahre ein und auch auf die gute Zusammenarbeit von Stadt- und Landkreismitgliedern.
Der Erste Vorstand des Verbands, Reinhold Frey leitete den Reigen der Berichte über die Aktivitäten mit einem kurzen Überblick über personelle Veränderungen in den Fachausschüssen des WV ein.

Ein unspektakuläres und deshalb absolut wunschgemäß verlaufenes Herbstfest stand im Mittelpunkt des Berichts von Christine Pfaffinger. Durch die gestiegenen Anforderungen an die Sicherheitsmaßnahmen für die Besucher stiegen auch heuer wieder die Kosten hierfür. Noch sei das zu tragen, so Pfaffinger, doch perspektivisch müsse man überlegen, ob das Verbände wie der WV stemmen könnten. Die öffentliche Hand sei gefordert, die Kosten zu übernehmen. Eine These, die die Unterstützung von Tobias Tomczyk erfuhr, der dem Ausschuss für den Rosenheimer Christkindlmarkt vorsitzt. Auch für ihn, der auf einen ebenfalls gelungen verlaufenen Christkindlmarkt zurückblicken konnte, sind die Kosten für die Sicherheit Sache der Kommune. Der Christkindlmarkt an sich ist nach wie vor eine Erfolgsgeschichte, auch wenn es laut Tomczyk zunehmend schwerer werde, Aussteller aus dem Bereich des Kunsthandwerks zu finden und man keinesfalls eine reine „Sauf- und Fressmeile“ haben möchte. Nachdem im letzten Jahr drei der in die Jahre gekommenen Buden erneuert wurden, stehen auch heuer wieder Erneuerungen an.

Zufrieden zeigte sich Paul Adlmaier über den Verlauf der Neuen Messe, die erstmals an nur drei Tagen stattfand und über 30 000 Besucher anzog. Bedauerlich fand er, dass sich erstmals Stadt und Landkreis nicht beteiligten.
Mit einem neuen Ausbildungs- und Vorbereitungskonzept startete der Rosenheimer Fasching in Saison 2017/18 und konnte damit seine Attraktivität weiter steigern berichtete Reinhold Frey, der für die nächste Saison auch ein musikalisches Schmankerl ankündigen konnte. Ist es doch gelungen, das Orchester Hugo Strasser für einen Ballauftritt zu gewinnen.

Der Kassenbericht von Alfons Maierthaler fiel durchweg positiv aus, ebenso ergab die Kassenprüfung wohlgeordnete Finanzen, sodass der einstimmigen Entlastung des Vorstandes nichts mehr im Wege stand. Ebenso einstimmig wurde die Vereinfachung des bislang etwas komplexen Beitragsstaffelungssystems angenommen, die nur für private Mitglieder eine geringfügige Erhöhung mit sich brachte.

Für die musikalische Umrahmung sorgten vor Beginn der Versammlung die Vier Hinterberger Musikanten, während zum Abschluss der brasilianische Bariton Fernando Arujo für die Mitglieder des WV sang, unterstützt vom japanischen Dirigenten Waku Nakazawa.
Motiviert von dieser künstlerischen Darbietung auf hohem Niveau können nun die Vorbereitungen für die Veranstaltungen dieses Jahres weitergehen.  nu

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