„Sicherheit ist ein Standortfaktor“

02.05.2018 • Aktuelles, Kurznachrichten

Stadt Rosenheim und Polizei trafen sich zum Sicherheitsgespräch

Eine überwiegend positive Bilanz zogen die Teilnehmer des diesjährigen Sicherheitsgesprächs, zu dem sich Vertreter der Stadt Rosenheim, der Polizei und der Bundespolizei trafen. Einen großen Dank richtete zu Beginn der Pressekonferenz im Anschluss an das Gespräch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer an die Polizeikräfte in der Region. Die Zusammenarbeit sei auch im letzten Jahr wieder sehr vertrauensvoll gewesen. Und auch wenn jeder Einbruch, jeder Straftat eine zu viel sei, so könne man trotzdem angesichts der vorgestellten Statistik von „guten Zahlen“ sprechen. „Sicherheit ist ein wichtiger Standortfaktor für eine Stadt“, stellte die Oberbürgermeisterin fest. Das bestätigte auch Polizeipräsident Robert Kopp, der von einer guten Sicherheitslage in Rosenheim, gerade auch im Vergleich zu vergleichbar großen Städten sprach: „Dabei sollte man immer bedenken, dass dies dem kollegialen Zusammenwirken mehrer Player, etwa Stadt, Polizei, Bundespolizei und den anderen Blaulichtkräften geschuldet ist!“

Im Berichtszeitraum konnte die Polizei in Rosenheim über 14000 Einsätze vermelden, das sind rund 40 pro Tag.

Für das Jahr 2017 konnte Kopp eine erhebliche Abnahme an Straftaten vermelden: Die um die ausländerechtlichen Delikte, wie illegale Einreise, bereinigte Statistik weist 5162 Straftaten aus, das sind 7,9, Prozent weniger als im Jahr davor und damit der niedrigste Wert seit 2009. Einschließlich der ausländerechtlichen Delikte wurde im Bereich der Stadt Rosenheim eine Gesamtzahl von 5233 Straftaten registriert. Die Aufklärungsquote von 66,4 Prozent ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben.

Stabile Aufklärungsquote

Beim Blick auf die Täterstatisik zeigt sich, dass von den 2627 Tatverdächtigen 1145, also 43,6 Prozent, Nichtdeutsche sind. 356 Tatverdächtige waren Zuwanderer. Besonders augenfällig, so Polizeipräsident Kopp: „Bei der Stadt Rosenheim ist der Anteil an nichtansässigen Tatverdächtigen besonders groß. 1347 Tatverdächtige, also über die Hälfte, wohnen nicht in Rosenheim.“

Viele positive Aspekte sah Kopp bei detaillierter Betrachtung der einzelnen Deliktgruppen. So sei ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen in vielen Bereichen erkennbar: Der Diebstahl, sowohl der einfache als auch der schwere, Sexualdelikte und Tötungsdelikte haben sich im zweistelligen Prozentbereich reduziert.

Mehr Einbrüche

Nicht zufrieden sein kann die Polizei allerdings im Bereich Einbruchdiebstahl, der mit 40 Delikten im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg um 60 Prozent aufweisen konnte. In der Hälfte der Fälle blieb es allerdings beim Einbruchsversuch. Für Polizeivizepräsident Harald Pickert ein deutliches Zeichen dafür, dass sich Prävention und Aufklärung beim Einbruchschutz lohnen.

Sorge bereitet Polizeipräsident Robert Kopp außerdem die deutliche Zunahme der Rauschgiftdelikte um 11,2 Prozent auf 418 Fälle im Jahr 2017: „Wir haben hier einen absoluten Höchststand innerhalb der letzten zehn Jahre. Das Konsumverhalten nimmt zu.“
Er habe persönlich kein Verständnis für die aktuelle Diskussion über die Freigabe von Cannabisprodukten und versprach „Wir werden bei unserer Drogen-Präventionsarbeit nicht nachlassen!“ ff

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