Ein seltener Segen

15.01.2019 • Aktuelles, Kurznachrichten

Pflegebedürftige mit großem Bedarf an „Unterstützung im Alltag“– Kurse für engagierte Menschen ab 24. Januar

Die Versorgung von kranken und pflegebedürftigen Menschen durch ambulante Pflege ist ein Segen für die Betroffenen, die bei ihren täglichen Bedürfnissen professionelle Hilfe und Unterstützung brauchen. Der Bedarf von Personen mit einem Pflegegrad geht aber oft weit über die Unterstützung bei Körperpflege, sich Kleiden, Verbandswechsel, Medikamentengabe oder bei der Nahrungsaufnahme hinaus.

Bei den Fachstellen für pflegende Angehörige der vier Caritas-Zentren in Stadt und Landkreis Rosenheim häufen sich die Anfragen nach Begleitung zu Verrichtungen des täglichen Lebens, wie beispielsweise Begleitung beim Einkauf, bei Arztbesuchen, oder auch zu Veranstaltungen sowie Unterstützung beim Kochen, zum Besuch einer Veranstaltung oder einer Behörde.

„Am häufigsten“, so Roland Legat, Fachberater am Caritas-Zentrum Wasserburg, „wird der Wunsch nach Unterstützung im Haushalt geäußert. Nur weder die ambulanten Pflegedienste, noch wir als Fachstellen für pflegende Angehörige können diesen Bedarf an haushaltsnahen Dienstleistungen bisher ausreichend decken.“
Seit Beginn des vergangenen Jahres sieht die Pflegeversicherung vor, dass soziale Leistungserbringer für diese oft dringend benötigten haushaltsnahen Dienstleistungen auch ehrenamtlich Mitmenschen gewinnen, die für diese Aufgabe geschult und dann für diesen Entlastungsdienst in Haushalten mit pflegebedürftigen Menschen eingesetzt werden. Die dadurch entstehenden Kosten werden von den Pflegekassen erstattet.

Die Caritas-Zentren werden daher ab 24. Januar zentral in Rosenheim eine erste Schulung mit 40 Unterrichtseinheiten für Menschen anbieten, die sich gegen eine angemessene Aufwandsentschädigung stundenweise für solche „haushaltsnahe Dienstleistungen“ bei Pflegebedürftigen in Stadt und Landkreis einsetzen möchten.
Neben fundierten Kenntnissen über altersbedingte Erkrankungen, Kommunikation und den Umgang mit pflegebedürftigen Personen werden auch elementare Inhalte zu Haushaltsplanung und -führung, sowie Hygiene, Sicherheit und Ernährung vermittelt.
Gleich in der darauf folgenden Woche, am 29. Januar, startet auch ein Kurs für sogenannte PflegePartner.
Diese Schulung ist im Besonderen dafür ausgelegt Pflegebedürftige mit kognitiven und psychischen Einschränkungen, zum Beispiel bei Demenzerkrankung in ihrer häuslichen Umgebung zu betreuen um deren pflegende Angehörige stundenweise zu entlasten.

Ausführliche Informationen sind in allen Caritas-Zentren erhältlich und bei der Kursanmeldung unter Telefon 0 80 31/2 03 70.

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