Schwarzer „Charly“ als Schwarzfahrer unterwegs

17.02.2015 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Als „Charly“ (Foto) sein Frauchen im Zug der Bayerischen Oberlandbahn von Kolbermoor nach Rosenheim begleitete, da war er hundemüde vom Spazierengehen und wollte eigentlich nur noch nach Hause, doch dann gab es Ärger, denn „Charly“ hatte keine eigene Zugfahrkarte vorzuweisen und wurde des Schwarzfahrens bezichtigt. Er fand das „hundsgemein“ aber der aufmerksame Zugbegleiter hatte Recht…

„Charlys“ Frauchen hatte für sich ein Ticket für 1,50 Euro gelöst, das war sie so vom Busfahren in Rosenheim gewohnt. Hier darf „Charly“ nämlich immer kostenlos mitfahren. Nicht aber bei der Bahn: „Charly“ hätte eine Kinderkarte für 0,75 Euro lösen müssen. Weil er diese Karte nicht vorweisen konnte, wurde er vom aufmerksamen Zugbegleiter als Schwarzfahrer betitelt und hatte zu den 0,75 Euro auch noch 40 Euro erhöhtes Beförderungsentgelt zu zahlen.

Auf der Internetseite der Bahn heißt es deutlich:

Wenn Sie einen Hund mitnehmen, der nicht im Transportbehälter als Handgepäck transportiert werden kann, zahlen Sie den halben Fahrpreis.

Diese Regelung gilt sowohl für den Normalpreis als auch für die Sparpreise im Fernverkehr. Bei den Länder-Tickets und dem Schönes-Wochenende-Ticket sind entgeltpflichtige Hunde als Person/Erwachsener zu berücksichtigen.
Hunde dürfen nicht als kostenlose Familienkinder bei der Buchung eines Online-Tickets angegeben werden. Generell gilt, dass Sitzplatzreservierungen für Hunde nicht möglich sind und ebenso keine Online-Tickets zum Selbstausdruck. Die Online-Buchung von Fahrkarten für Hunde ist hingegen per Postversand möglich, wenn Sie angeben, dass ein Kind von sechs bis 14 Jahren ohne Begleitung verreist.

Bei internationalen Reisen zahlen Sie für Hunde grundsätzlich den Kinderfahrpreis 2. Klasse.
Zur eigenen Sicherheit sowie zum Schutz anderer Fahrgäste im Zug müssen Hunde mit einem Maulkorb an der Leine geführt werden. Werden Hunde ohne Leine/ Maulkorb angetroffen und diese können auf Aufforderung des Zugbegleiters nicht angebracht werden, kann der Zugbegleiter den Hund aufgrund fehlender Sicherheit aus dem Zug verweisen. Diese Regelung gilt nicht für Hunde, die in einem Transportbehälter mitgenommen werden. Blindenführhunde und Begleithunde schwerbehinderter Menschen sind vom Maulkorbzwang ausgenommen.

Unentgeltliche Mitnahme von Haustieren im allgemeinen lebende Haustiere, die klein (bis zur Größe einer Hauskatze), ungefährlich und in geschlossenen Behältnissen (z. B. Tierboxen) wie Handgepäck untergebracht sind, können mitgenommen werden. Die Behältnisse müssen so beschaffen sein, dass Beeinträchtigungen für Personen und Sachen ausgeschlossen sind.

Das war eine teure Bahnfahrt von Kolbermoor nach Rosenheim und „Charly“ wird sich das hinter seine schwarzen Hundeohren schreiben, dass Zugfahren für Hunde seiner Größe nicht kostenlos ist. Künftig nimmt „Charly“ lieber wieder den Bus, darin kann er in Rosenheim sein Frauchen kostenlos begleiten. P. Maier

 

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