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14.01.2020 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Auszubildende an der Berufsschule Rosenheim arbeiten mit neuer Anlage „Industrie 4.0“

Die angehenden Elektroniker für Betriebstechnik, für Geräte und Systeme sowie Energie und Gebäudetechnik an der Berufsschule I in Rosenheim werden jetzt an einer neuen, modernen Anlage ausgebildet.

Die neue Anlage „Industrie 4.0“ hat rund 206 000 Euro gekostet. Mit der neuen Anlage können Handys zusammengebaut werden. Das Besondere an der Anlage ist aber die mögliche Vernetzung mit anderen Bereichen zu einem größeren System. Deshalb sind schulübergreifende technische und kaufmännische Projekte mit der Berufsschule II und der Fachschule für Holztechnik geplant, sodass sich der Kreis der Adressaten und Nutzer multipliziert. Wie Studiendirektor Stefan Hühn, Fachbetreuer für den Bereich Elektrotechnik, sagt, könne die Anlage mit anderen Teilbereichen der Produktion, dem Vertrieb oder auch dem Kunden vernetzt werden. So könnte zum Beispiel ein Kunde daheim am PC sein Handy konfigurieren, die Bestellung geht dann direkt an die Anlage, die das Smartphone baut. Wenn es fertig ist, gibt die Anlage die Meldung an den Vertrieb weiter, der sich dann um den Versand kümmert. Während der Produktion kann der Kunde den Prozess online mitverfolgen. An der Berufsschule werden keine echten Handys hergestellt, sondern sogenannte „Dummys“ aus Kunststoff. Aufgabe der Schüler ist es, die Anlage aufzubauen und zu programmieren, sodass die Produktion und der Austausch reibungslos laufen können. Etwa 200 Auszubildende an der Berufsschule I profitieren von der neuen Anlage. „Wir bringen ihnen zunächst die Grundlagen bei. Ab dem zweiten Lehrjahr haben sie die Möglichkeit, mit der neuen Anlage zu arbeiten. Es ist uns wichtig, sie schnell an die neue Technik heranzuführen“, so Hühn. Ihm nach zu urteilen, ist es wichtig, den Schülern solche modernen Anlagen für das Lernen zur Verfügung zu stellen. „Die Innovationszyklen werden immer kürzer. Hat es früher 20 oder zehn Jahre gedauert, kommen die Neuerungen inzwischen in deutlich kürzeren Abständen. Wir sind froh, dass der Landkreis Rosenheim als Sachaufwandsträger dies erkannt hat und uns so unterstützt. Das ist nicht an allen Berufsschulen in Bayern so“, sagt Hühn. Allein seit 2010 hat der Landkreis Rosenheim insgesamt rund 105 Millionen Euro in Umbau, Erweiterung, Sanierung sowie die Ausstattung der Berufsschulen investiert. Aktuell läuft die Erweiterung und Generalsanierung der Berufsschule in Wasserburg. Bis 2023 investiert der Landkreis Rosenheim am Standort Wasserburg rund 33 Millionen Euro. Über elf Millionen Euro davon sind staatlich gefördert.

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