Schloss Hartmannsberg wird zum Kulturzentrum

02.11.2017 • Aktuelles, Kurznachrichten

Kulturverein im Landkreis Rosenheim zieht Jahresbilanz

Der Publikumszuspruch zu den Veranstaltungen des Kulturvereins im Landkreis Rosenheim ist da. Nach der Begrüßung der Mitglieder zur Jahreshauptversammlung durch den Vereinsvorsitzenden Landrat Wolfgang Berthaler sprach der Kulturreferent des Landkreises Christoph Maier-Gehring von 14 guten Kulturmonaten seit der letzten Hauptversammlung im Juli 2016.

Äußerst zufrieden ist Kulturreferent Maier-Gehring mit dem Besuch der Konzerte und Ausstellungen auf Schloss Hartmannsberg. Mittlerweile hat sich sein treues Stammpublikum gebildet und da auch immer wieder neue Besucher kommen, entwickelt sich Hartmannsberg, laut Maier-Gehring, immer mehr zu einem kleinen Kulturzentrum im nördlichen Chiemgau. Höhepunkte waren das Konzert-Debut der Formation Chris Gall und Mulo Francel sowie das gemeinsame Konzert von Peter Clemente und Johannes Berger. Insgesamt gab es elf Konzerte auf dem Schloss bei Bad Endorf in einer guten Mischung aus Klassik, Jazz und Volksmusik.
Die im Sommer 2016 erfolgreich gezeigte Ausstellung mit Bildern von Alfons Frieling auf Schloss Hartmannsberg wurde in diesem Sommer von der Ausstellung „Felicitas Köster-Caspar zum 100. Geburtstag“ noch deutlich übertroffen. Das Publikumsinteresse an der nur am Wochenende zu sehenden Bilderschau war so groß, dass die Ausstellung verlängert werden musste.
Die Kammermusikreihe „Klassik! Bad Aibling“ konnte im 25. Jahr ihres Bestehens einen beachtlichen Zuhörerzuwachs verzeichnen. Zu den fünf Konzerten kamen 230 Besucher mehr als noch 2016. „Und das kann noch besser werden und wir arbeiten daran“, sagte Maier-Gehring. Die erfolgreichsten Konzerte in Bad Aibling gaben beim Jubiläumskonzert die Cellistin Raphaela Gromes mit der Kammerphilharmonie Reutlingen sowie die beiden Kulturförderpreisträger des Landkreises Johanna Bufler und Thomas Schuch an zwei Flügeln. Einziger Wermutstropfen war das Familienkonzert. Maier-Gehring kündigte an, es wieder einzustellen, nachdem heuer an einem Sonntagvormittag lediglich 30 Besucher gekommen waren, darunter nur etwa zehn Kinder. „Wir haben es drei Jahre probiert, es funktioniert nicht“, sagte der Landkreiskulturreferent.
Längst zum Selbstläufer dagegen entwickelt hat sich das Neujahrskonzert im Rathaussaal von Wasserburg. Im Januar war die Donauphilharmonie zu Gast und Maier-Gehring bedauerte, dass wegen der aus Brandschutzgründen verringerten Bestuhlung nur mehr 380 Karten verkauft werden konnten. Trotz dieser Einschränkung wird es auch im kommenden Jahr wieder ein Neujahrskonzert geben. Für den 14. Januar haben sich die Münchner Symphoniker angekündigt. Sie kommen zusammen mit dem bayerischen Volksschauspieler Gerd Anthoff in den Wasserburger Rathaussaal. Ebenfalls eine erfolgreiche Konstante ist die Volksmusikalische Fortbildungswoche in den Osterferien auf dem Samerberg. Viele Nachwuchsmusiker nutzen die Gelegenheit zur Weiterbildung und so war die Veranstaltung wieder einmal ausgebucht.
Zudem gibt der Kulturverein im Landkreis Rosenheim alle zwei Monate den beliebten Veranstaltungskalender „Kultur im Chiemsee Alpenland“ heraus und wird auch im kommenden Jahr das von kulturinteressierten Einheimischen wie Touristen gerne angenommene Kulturmagazin veröffentlichen.
Um all diese Aktivitäten zu ermöglichen, ist der Kulturverein auf Spenden angewiesen. Christoph Maier-Gehring bedankte sich bei der Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung im Landkreis Rosenheim und der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling. Unterstützung gab und gibt es darüber hinaus bei einzelnen Veranstaltungen beispielsweise durch die Stadt Wasserburg, die Sparkasse Wasserburg oder die Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee-Stiftung.

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