Beim Pressegespräch gaben Auskunft zur Jahresbilanz 2013 (von links): Christian Pfleger, Leiter Rückführung, Ludger Otto, stellvertretender Inspektionsleiter, Reinhard Tomm, Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, Ulrich Kittelberger, Leiter Ermittlungsdienst und Rainer Scharf, Pressesprecher. Foto: Petra Maier

Schleuser sind das größte Problem

26.03.2014 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist mehr denn je gefordert

2013 hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim rund 4000 unerlaubte Einreisen festgestellt. Das sind fast 90 Prozent mehr als im Vorjahr. Es ist der höchste Jahreswert, den die Rosenheimer Bundespolizei je verzeichnet hat. Hinter diesen Schicksalen verbergen sich leider meist profimäßig auch immer die Schleuser. Ihnen habhaft zu werden, ist eine der größten Aufgaben der Rosenheimer Bundespolizeiinspektion. Im vergangenen Jahr gelang den Bediensteten die Festnahme von 520 Schleusern und Gehilfen. Das sind knapp 170 mehr als im Vorjahr, so das Fazit bei einem Pressegespräch mit den leitenden Beamten der Bundespolizeiinspektion Rosenheim.

Die Rosenheimer Bundespolizei mit ihren Revieren in Lindau, Kempten, Weilheim und Freilassing war im zurückliegenden Jahr stark gefordert. Das belegt die Jahresstatistik 2013. Die Zahl der festgestellten unerlaubten Einreisen ist von etwa 2100 auf 3950 Fälle gestiegen. Bei den Herkunftsländern der unerlaubt Eingereisten hat es Verschiebungen gegeben. Neben Afghanistan und dem Kosovo, die bereits 2012 zur Spitzengruppe gehörten, sind im letz-ten Jahr auffällig viele Personen aus Syrien, Somalia und Eritrea in Gewahrsam genommen worden.

Bei rund 80 Prozent der unerlaubt Eingereisten handelte es sich um Erwachsene. Ohne Eltern oder Verwandte wurde etwa ein Prozent der ausländischen Minderjährigen, die keine Ausweise hatten, angetroffen. Bei den benutzten Verkehrsmitteln ist kein neuer Trend erkennbar.

Zweidrittel der Schleusungen und illegalen Reisen in die Bundesrepublik wurden mit Kraftfahrzeugen vollzogen – überwiegend auf den grenz-überschreitenden Autobahnen von Salzburg beziehungsweise Kufstein in Richtung München. Das verbleibende Drittel konnte Zügen zugeordnet werden, die zwischen Österreich und Deutschland verkehrten.

Drahtzieher handeln menschenverachtend
Den Beamten der Bundespolizei ist es besonders wichtig, die Drahtzieher dieser kriminellen Machenschaften dingfest zu machen, die skrupellos und menschenverachtend mit den Flüchtlingen umgehen, von denen sie auch noch horrende Summen für den Transport kassieren, so der Tenor bei dem Pressegespräch.

Darüber hinaus sind zwischen der Bodenseeregion und dem Berchtesgadener Land im Jahr 2013 über 2000 polizeilich gesuchte Personen und Sachen von der Bundespolizei festgestellt worden.

Leicht gestiegen ist die Zahl der aufgedeckten Urkundendelikte. Rund 470 Personen versuchten vergeblich, sich den legalen Aufenthalt im Land mit falschen oder gefälschten Papieren zu erschwindeln. Gleich-bleibend hoch sind die Fahndungserfolge der Bundespolizei gewesen. Bei den Kontrollen schlug der Fahndungscomputer mehr als 2000-mal Alarm. In etwa 1600 Fällen handelte es sich um Personen, die polizeilich gesucht wurden, beispielsweise weil gegen sie ein Haftbefehl vorlag oder weil sie als vermisst gemeldet waren.

Neben den grenzpolizeilichen Delikten befasste sich die Bundespolizeiinspektion Rosenheim 2013 im Übrigen mit rund 1500 Straftaten, die im bahnpolizeilichen Zuständigkeitsbereich begangen wurden. Zu diesen gehörten insbesondere Fahrkartendelikte, Sachbeschädigungen und Diebstahlsfälle.

Reinhard Tomm, Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, geht davon aus, dass das Vorgehen gegen irreguläre Migration und Schleusungskriminalität auch im Jahr 2014 der Aufgabenschwerpunkt der Bundespolizei-Dienststellen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet sein wird: „Mit einem Rückgang der Schleusungen und unerlaubten Einreisen ist derzeit nicht zu rechnen. Dies deuten bereits die Zahlen der ersten beiden Monate dieses Jahres an, die mit rund 400 und 350 festgestellten unerlaubt Eingereisten jeweils doppelt so hoch sind wie im Januar und Februar 2013.“

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