Hochkarätiges Gremium zum Städtetag in Rosenheim

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18.07.2017 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Bayerischer Städtetag in Rosenheim — Kernthema „Mobilität und Stadtentwicklung“

Aus ganz Bayern waren die Bürgermeister und Vertreter der Städte und Gemeinden nach Rosenheim gekommen, um beim Städtetag sowohl eine neue Vorstandschaft zu wählen, als auch um sich über das Thema „Mobilität und Stadtentwicklung“ auszutauschen.

Der Augsburger Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl wurde einstimmig von der Vollversammlung zum Vorsitzenden des Bayerischen Städtetags gewählt. Seit Juli 2014 war Dr. Gribl Erster stellvertretender Vorsitzender. Er folgt dem Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Der Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung wurde einstimmig zum Ersten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Als Zweiter stellvertretender Vorsitzender wurde Erster Bürgermeister Josef Pellkofer aus Dingolfing einstimmig wieder gewählt; er amtiert seit 2014.

Kernthema war die Zukunft der Mobilität in den Städten, hochaktuell durch die Debatte um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Innenstädten. Bei einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion sprachen unter anderem der Vorsitzende des Städtetags Dr. Ulrich Maly und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt zum Thema „Mobilität und Stadtentwicklung“, gerade in unseren oft von mittelalterlichem Aufbau geprägten Innenstadtstrukturen. „Bayern wächst. Der öffentliche Raum wird intensiver genutzt von dichteren Pendler-strömen, wachsendem Wirtschaftsverkehr, verstärkten Warenströmen, mehr Freizeit- und Tourismusverkehr. Das Wachstum vor allem in Bal lungszentren zieht ein Wachs-tum der Verkehrsströme in den Städten und in benachbarten Regionen nach sich“, sagt der Vorsitzende des Bayerischen Städtetags, Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Menschen nehmen immer längere Wege zum Pendeln an ihre Arbeitsplätze in Kauf.

Waren werden transportiert, Güter fahren Just-in-Time zu Produktionsstätten. Damit wächst der Güterverkehr auf Sattelschleppern, wegen des boomenden Online-Handels wächst der Lieferverkehr mit Kurierdiensten, immer mehr Kleintransporter parken in der zweiten Reihe.

Konkrete Ergebnisse wurden zwischen Staatsregierung und Kommunen in einem Maßnahmenpaket zusammengefasst, auch um Diesel-Fahrverbote zu vermeiden. Finanzielle Anreize sollten unter anderem zum raschen Austausch älterer Diesel-Fahrzeuge beitragen, teilte die Staatskanzlei nach dem Treffen von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Oberbürgermeistern und Spitzenvertreter von München, Augsburg, Nürnberg, Regensburg, Würzburg und Ingolstadt am Donnerstag mit.
Die Flotten städtischer Nutzfahrzeuge und Taxis sollen umgestellt werden und der Öffentliche Personennahverkehr sowie die Elektromobilität gefördert werden. Zu den Maßnahmen für eine bessere Luftqualität gehört auch die Umrüstung von Euro-5-Diesel-Fahrzeugen durch die Autoindustrie, um den Ausstoß von gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid (NO2) zu senken. Dazu solle es eine gesamtdeutsche Lösung geben.
nu

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