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24.02.2015 • Aktuelles, Kurznachrichten

2. Folge: Kiwanis

Obwohl Service Clubs auch bei uns in vielen Städten und Gemeinden durch soziales und ökonomisches Engagement, aber auch über die Nutzung sozialer Netzwerke wichtigen Einfluss ausüben, weiß „Otto Normalverbraucher“ oft gar nicht genau, was dahinter steckt. In lockerer Folge stellen wir deshalb die Clubs und ihre Ziele vor: Diese Woche in Folge 2: Kiwanis.

Kiwanis ist eine der drei ältesten weltweiten Organisationen von Freiwilligen, die sich aktiv für das Wohl von Kindern, Jugendlichen und deren Umfeld einsetzen. Am 21. Januar 1915 rief Allen Browne in Detroit die Kiwanis Organisation ins Leben. Aktive Frauen und Männer aus allen Berufen und Bevölkerungsschichten engagieren sich hier überparteilich und über Konfessionen hinweg. Seit 1987 nimmt Kiwanis Frauen auf. 1998 wurde das derzeit gültige Motto „serving the children of the world” beschlossen.

Die Charity-Einnahmen werden ohne Abzüge in voller Höhe weitergegeben. Die deutschen Clubs helfen dabei mit gezielten Maßnahmen vornehmlich vor Ort. Aus eigenen und gemeinsamen Aktivitäten in den Clubs erwachsen gegenseitige Wertschätzung, Verbundenheit und persönliche Freundschaften auf regionaler und internationaler Ebene.
Mit vielen Einzelprojekten dokumentieren die 145 deutschen Kiwanis-Clubs mit rund 3300 Mitgliedern ihre soziale Verantwortung und ihr gesellschaftspolitisches Engagement.

„Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert. Freundschaften pflegen, Horizonte erweitern und der Gesellschaft dienen“ das sind die Grundpfeiler von Kiwanis.

Kiwanis ist eine Lebenseinstellung. Mehr als 600 000 Kiwanier in fast 100 Ländern leben den Kiwanis-Gedanken. Kiwanier helfen dort, wo andere Organisationen nicht, nicht ausreichend oder nicht schnell genug helfen und eingreifen können.

Dass Kiwanis mehr ist als eine Hilfsorganisation, zeigen die Clubtreffen. Dabei stehen das freundschaftliche Mit- und Füreinander im Vordergrund und Vorträge sorgen für neue Horizonte.
Für Kiwanis gehören gesellschaftliches Engagement und persönliche Entwicklung untrennbar zusammen.

Sechs Grundregeln

Der Kiwanis-Wertekanon ist eindeutig:

• Humanitäre und geistige Werte sind wichtiger als materielle Werte.
• Kiwanier stehen für soziale Verantwortung und vertreten ethische Berufsauffassungen.
• Mit beispielhaftem Verhalten fördern sie Gemeinsinn und staatsbürgerliches Bewusstsein.
• Sie gewinnen Freunde, dienen uneigennützig und bilden gute Gemeinschaften.
• Sie fördern Gerechtigkeit und Loyalität gegenüber einem freien Staatswesen.
• Sie befolgen die „goldene Regel“: „Verhalte Dich so, wie Du es auch von anderen erwartest.“
Der Name Kiwanis kommt aus dem Indianischen und bedeutet frei übersetzt: „Wir haben Freude daran, aktiv zu sein!“

Internationale Projekte

Vorrangig engagieren die Mitglieder auf lokaler und regionaler Ebene. Aber auch international leistet Kiwanis viel Gutes. So kämpft Kiwanis International seit Jahren mit UNICEF gegen Jodmangelerkrankungen und in einem neuen globalen Projekt ELIMINATE will Kiwanis mütterlichen und frühkindlichen Tetanus eliminieren.
In Europa läuft das „Education Programm“. Dabei fördern Kiwanier die Ausbildung von Kindern in Osteuropa. Kiwanis beschafft unter anderem Bücher und Lehrmittel oder hilft marode Schulgebäude instandzusetzen.
In der Regel werden neue Mitglieder von Kiwaniern vorgeschlagen. Der erste Schritt kann aber auch selbst gemacht werden! Als Gast lernen Sie Kiwanier mit den unterschiedlichsten beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Hintergründen kennen. Dieses Kennenlernen ist wichtig, denn die Ziele des Clubs können nur erreicht werden, wenn die „Chemie“ stimmt.

Das Clubleben bietet die Chance, interessante Themen zu diskutieren, in der Gemeinschaft zu wachsen und die Freude am gemeinsamen Engagement zu erleben. Zu Hause und auf Reisen, denn Kiwanierinnen und Kiwanier sind in jedem Kiwanis-Club weltweit als Gast und Freund willkommen.

Um neue Kiwanis-Mitglieder im Alter von 18 bis 35 Jahren für den Service Club zu gewinnen, hat der Vorstand in einer Sitzung am 12. April 2014 den deutschlandweiten Kiwanis-Club „young professionals“ gegründet. Dieser neue Club wird ausschließlich Clubtreffen virtuell mit Hilfe der Plattform Kiwanis young professionals auf facebook abhalten.
Alle Kiwanis-Mitglieder im Alter zwischen 18 und 35 Jahren (bisherige Mitglieder Kiwanis-Junior-Clubs) sowie neue Mitglieder können Mitglied dieses Kiwanis-young-professional-Clubs werden.
Die Mitglieder des Kiwanis-Clubs young professionals tauschen sich ausschließlich über facebook aus. Wegen der nicht vorhandenen Ortsgebundenheit dieser Gruppe von neuen Mitgliedern sind regelmäßige Clubabende nicht vorgesehen.

Einmal im Jahr, im Rahmen der Deutschland-Convention gibt es ein großes Treffen dieser neuen jungen Kiwanis-Mitglieder young professionals, die flankierend zur Kiwanis-Mitgliederversammlung und Convention ihr eigenes Treffen veranstalten.

In unserer Region treffen sich Kiwanier regelmäßig in Bad Aibling.

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