Rosenheimer Weg gegen Vergesslichkeit

07.04.2015 • Aktuelles, Kurznachrichten

Ein Zwischenbericht von Inge Ilgenfritz, Vorsitzende Pro Senioren Rosenheim e.V.

Die Finanzierung des Projekts steht dank der Förderung durch die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz, die am Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend angesiedelt sind und vieler Sponsoren, wie zum Beispiel dem Wirtschaftlichen Verband und dem Rotary Club Rosenheim sowie vieler privater Sponsoren. Die Freizügigkeit der Sponsoren unterstreicht die Wichtigkeit dieses Projekts, das zum Ziel hat, Rosenheim zu einer demenzfreundlichen Kommune zu machen.

Eine der ersten Aufgaben war es, einen Grafiker mit einem Logo zu beauftragen, das bei allen Arbeitskreisteilnehmern Akzeptanz findet.

Schon die Auftaktveranstaltung mit einer Selbstbetroffenen mit einer Lewy-Body-Demenz, war ein großer Erfolg (echo hat darüber berichtet). Auch die Kunstausstellung „Kunst trotz(t) Demenz“ wurde von vielen Besuchern in der Nikolauskirche bestaunt. Es war ergreifend zu sehen, welche Ressourcen in demenz-kranken Personen noch vorhanden sein können.

Der Verein Pro Senioren Rosenheim e.V. ist nun dabei, mit seinem Arbeitskreis „Ro-senheimer Weg gegen Vergesslichkeit“ (früher hieß dieser Arbeitskreis „Infopfad Demenz“) den Demenzwegweiser Rosenheim zu aktualisieren und in einer dritten Auflage neu zu publizieren.

Während des Jahres sollen nun die Schulungen für Angestellte im Dienstleistungsgewerbe, bei Nahversorgern, bei Sozialdiensten usw. stattfinden.

Das Schulungskonzept sieht vor, Menschen, die mit demenzkranken Personen in Kontakt kommen, so zu schulen, dass der Umgang mit Demenzkranken einerseits erleichtert und andererseits auch für die erkrankten Personen leichter gemacht wird. Dazu bedarf es gründlicher Kenntnisse über die demenziellen Erkrankungen. Die Schulungen sehen aber nicht nur theoretisches Wissen vor, sondern auch praktische Übungen.
Im Herbst, um den Rosenheimer Lichtertag herum, sollen dann weitere Veranstal-tungen folgen, die sowohl für die pflegenden Angehörigen, als auch für die an Demenz erkrankten Menschen selbst wichtig sind. So soll ein spezieller Gottesdienst, ein Kathreinstanz und verschiedene Fachvorträge abgehalten werden.

Mit dem Schulamt wurde Kontakt aufgenommen, um Überlegungen anzustellen, wie man Schüler mit ins Boot holen kann, damit es zu einem echten Miteinander der Generationen kommen kann, auch wenn die Generation der Großeltern einmal nicht mehr so ganz fit ist. Was ja in dem Film „Honig im Kopf“ sehr eindringlich dargestellt wird.

Wir werden über den Fortgang berichten.

Inge Ilgenfritz,
Vorsitzende Pro Senioren
 Rosenheim e.V.

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