Rosenheimer Christkindlmarkt findet nicht statt
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Rosenheimer Christkindlmarkt findet nicht statt

Angesichts der im ganzen südostbayerischen Raum inzwischen extrem hohen Infektionszahlen und vor allem der außerordentlich hohen Belastung von Kliniken und speziell Intensivstationen in der ganzen Region hat sich die Stadt Rosenheim dazu entschlossen, dem Wirtschaftlichen Verband (WV) als Veranstalter die Durchführung des diesjährigen Christkindlmarktes nicht zu gestatten. Diese Entscheidung beruht auf einer nachdrücklichen Empfehlung des Rosenheimer Gesundheitsamts auf den Verzicht öffentlicher Veranstaltungen und Zusammenkünfte in dieser Phase eines dynamischen Infektionsgeschehens. Die Entscheidung wurde dem WV gestern im persönlichen Gespräch entsprechend mitgeteilt.

„Viele Menschen wissen, dass die Weihnachtszeit für mich die schönste Zeit im Jahr ist. Ich mag diese spezielle Stimmung aus Lichterketten, Christbäumen, dem Christkindlmarkt und der Vorfreude auf Weihnachten. Deshalb ist mir diese Entscheidung auch im Interesse der vielen Menschen, die sich auf den diesjährigen Christkindlmarkt besonders gefreut haben, überaus schwer gefallen. Wer allerdings z.B. in unserem RoMed Klinikum vor Ort erlebt, wie unsere Pflegekräfte bis zur Grenze der Erschöpfung und nicht selten auch darüber hinaus um das Leben von Covid-Patienten kämpfen, kann nicht zu einer anderen Entscheidung kommen. Ich kann und will es nicht verantworten, dass aufgrund einer möglichen Überlastung unserer Intensivstationen Triage-Entscheidungen erforderlich würden. Wir stehen in der Verantwortung für die volle Funktionsfähigkeit unserer regionalen Gesundheitsversorgung. Ich hätte mir gewünscht, dass wir mit einer hohen Impfquote im Winterhalbjahr um eine weitere Infektionswelle herumkommen. Leider sind in den letzten Wochen und Monaten allen Initiativen und Bemühungen zum Trotz die Erstimpfungen weitgehend zum Erliegen gekommen. Das rächt sich jetzt bitter.

Ich bedauere zutiefst, jetzt auch allen Geimpften und Genesenen die Vorfreude auf den Christkindlmarkt verderben zu müssen. Diese Situation ist für mich schwer und enttäuschend“, so Oberbürgermeister Andreas März. Angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens wird auch von der Aufstellung einzelner Verkaufsstände, einem „Winter in Rosenheim“ oder dem im letzten Jahr durchgeführten „KulTürchen“ abgesehen.

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