Die Organisatoren des Chorfest, von links: Michi Gartner, Johannes Eppelein, Iris Huber und Thomas J. Mandl. Foto: Klara Huber

Rosenheim singt und klingt

14.05.2019 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Chorfest in Rosenheim mit 26 Chören am Mittwoch, 29. Mai, von 19 bis 23 Uhr

Am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt wird die Rosenheimer Innenstadt zum Schauplatz eines großen Chorfestivals: Zwischen 19 und 23 Uhr treten an fünf Orten 26 Chöre mit insgesamt etwa 800 Chorsängerinnen und -sängern auf.

Der Startschuss fällt um 19 Uhr auf dem Max-Josefs-Platz im Anschluss an den „Rosenheimer Friedensweg“. Der Abend endet mit einem gemeinsamen Auftritt aller rund 800 Sänger gegen 23 Uhr vor dem Salzstadel. Verschiedene Pop-Up-Auftritte in der Fußgängerzone werden bereits vor dem eigentlichen Beginn spontan für Unterhaltung sorgen und auf den Abend einstimmen. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei, die Spenden des Abends kommen UNICEF zugute.
Johannes Eppelein, evangelischer Dekanatskantor in Rosenheim, hatte die Idee einer „Langen Nacht der Chöre“. Daran sollten möglichst viele Chöre aus Rosenheim und Umgebung teilnehmen und an verschiedenen Orten auftreten. Eine ganz ähnliche Idee hatte Iris Huber, Leiterin des UNICEF-Teams Rosenheim, als sie über eine großangelegte Benefizaktion mit verschiedenen Chören zugunsten des Kinderhilfswerks nachdachte. Sie wendete sich an Thomas J. Mandl, dem musikalischen Leiter der Innphilharmonie Rosenheim, mit dem Anliegen, ob sein Chor bereit wäre, bei einer derartigen Idee mitzuwirken. Mandl seinerseits kannte bereits Eppeleins Idee, sodass er vermittelnd auf den Zug aufsprang. Zuletzt holte man sich mit Michael Gartner, Leiter des Chorkreises St. Quirinus Fürstätt, noch einen weiteren „Prominenten“ der Rosenheimer Chorszene mit ins Boot. So nahm die Idee „Rosenheim singt“ schnell Gestalt an. Als Schirmherrin für diese einzigartige Veranstaltung konnte Oberbürgermeistern Gabriele Bauer gewonnen werden.

„Es war nicht schwierig, Chöre für unsere Idee zu begeistern“, strahlt Iris Huber. „Nichts ist geeigneter als gemeinsames Singen um Menschen unterschiedlichster Herkunft miteinander zu verbinden – und wenn es nur für diesen einen Abend ist.“ Am Ende hätten die Organisatoren sogar Chören absagen müssen, da die fünf Konzertorte bereits voll belegt waren.

Am Abend vor Christi Himmelfahrt werden nun 26 Chöre in Rosenheim zusammentreffen und jeweils einzeln in 20-minütigen Kurz-Konzerten zu hören sein.
Die fünf Konzertorte sind die Aula des Ignaz-Günther-Gymnasiums (Prinzregentenstraße 32), wo vor allem Schul- und Jugendchöre auftreten, das Ballhaus (Weinstraße 12), mit Pop-, Gospel-, Frauen- und Männerchören, die Evangelisch-Lutherische Erlöserkirche (Königstraße 23) und Sankt Nikolaus (Ludwigsplatz 3), wo Konzert- und Kammerchöre erklingen sowie die Spitalkirche Sankt Joseph (Innstraße 6), in der Vokalensembles und anspruchsvolle Chöre in kleiner Besetzung gastieren.

Das Publikum hat an diesem Abend die Möglichkeit, in der Stadt von Ort zu Ort, von Chor zu Chor zu flanieren, die Chöre rund um ihren Auftritt ebenfalls. Bis zu zehn verschiedene Chöre eigener Wahl sind dadurch erlebbar. Natürlich steht es den Besuchern frei, weniger Kurz-Konzerte zu besuchen und sich dafür in den Pausen mit angebotenen Speisen und Getränken zu stärken. Möglichkeit dafür wird bei Sankt Nikolaus und am Ignaz-Günther-Gymnasium über Elternbeirat und Abiturfestausschuss sowie an der Erlöserkirche über den Beirat der Erlöserkirche und die Evangelische Jugend Rosenheim bestehen.
„Es geht um ein großes Miteinander von verschiedensten Chören, vom Schulchor über Kirchenchor bis zum Pop- und Konzertchor“, stellt Johannes Eppelein klar. „Ein derartiges Aufeinandertreffen von Chören kennt man sonst meist nur vor dem Hintergrund eines Wettbewerbs. Das aber ist in Rosenheim explizit nicht intendiert.“ Thomas J. Mandl ergänzt: „Wir wollen die Chöre untereinander füreinander interessieren und gegenseitig erlebbar machen.“ Michael Gartner geht es außerdem darum, „die stilistische Vielfalt und den Reichtum der hiesigen Chorlandschaft einem möglichst breiten Publikum bekannt zu machen“. Die Organisatoren sind sich einig: Im Mittelpunkt solle vor allem die Begeisterung stehen, die Singen bei Ausführenden wie bei Zuhörern auslöse.

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