Von links: Roland Fischer, Elisabeth Mehrl und Daouda Kane, einer der Flüchtlinge, die auf dem Kollektivporträt abgebildet sind. Foto: Margrit Jacobi

Roland Fischer im Kunstverein Rosenheim

04.10.2016 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Ausstellung des Rosenheimer Künstlers bis 30. Oktober

Der Kunstverein Rosenheim hatte beschlossen, künftig einmal im Jahr eine Ausstellung zu präsentieren mit einem Künstler, der aus Rosenheim stammt, hier aufgewachsen ist und der mit seiner Kunst internationales Ansehen erreicht hat.

Ein Jahr haben die Vorbereitungen für die Ausstellung mit Roland Fischer gedauert, bis sie jetzt eröffnet werden konnte. Dank der großzügigen Unterstützung der Sparkassenstiftungen Zukunft war dies auch finanziell möglich. Roland Fischer hat in Rosenheim seine Kindheit und frühe Schuljahre verbracht. Heute ist er eine Schlüsselfigur der deutschen zeitgenössischen Fotokunst. In Absprache mit dem Kunstverein entstand so im Frühjahr 2016 ein Kollektivportrait mit 1000 Einzelporträs von Flüchtlingen. Elisabeth Mehrl, Vorsitzende des Kunstvereins Rosenheim sagte in ihrer Begrüßung zur Ausstellungseröffnung „Es ist eine spannungsreiche Verbindung von Fotokunst, politischer und gesellschaftlicher Debatte, einmaliges Zeitdokument nicht nur für Rosenheim, sondern generell für das Jahr der Flüchtlingskrise“. Es sind auch drei Einzelporträs von Flüchtlingen in einer Edition zu sehen.

Außerdem zeigt Roland Fischer Fotografien von Kathedralen und Fassaden, Architekturen sind die zweite Säule in seinem Oeuvre. Wie Dr. Björn Vedder in seiner Einführungsrede sagte, bearbeitet und montiert der Künstler verschiedene Aufnahmen eines Gebäudes am Computer so, dass ein ganz neues Bildobjekt entsteht.

Auch zu den Mitteln, die man etwa in der Malerei des Kubismus, Konstruktivismus oder Expressionismus findet, gehören zum Beispiel die Auflösung der Perspektive, und die Mehrsichtigkeit des Gegenstandes“, so Dr. Björn Vedder.

Der Kunstverein Rosenheim hat zum Kollektivporträ mit Flüchtlingen ein Buch herausgegeben. Neben den Porträtierten finden sich darin auch Texte zur Thematik Flüchtlinge von dem renommierten Philosophen Bernhard Waldenfels.

Außerdem finden im Kunstverein Begleitveranstaltungen zur Ausstellung statt:
Am Freitag, 21. Oktober, spricht Architekt Amandus Sattler zum Thema „Kunst mit Architektur“ und am Mittwoch, 26. Oktober, findet das Konzert „ Music is my Homeland“ statt.
Die Ausstellung dauert bis zum 30. Oktober, sie ist geöffnet Donnerstag, Freitag, Samstag, 14 bis 17.30 Uhr sowie Sonntag, 11 bis 17.30 Uhr. mj

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