Der Schwaiger Kreisel in Rosenheim hat zwei Fahrspuren. Hier gilt: Beim Fahrstreifenwechsel darf man keinen anderen Verkehrsteilnehmer gefährden.

Richtig im Kreisel

24.04.2018 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Wichtige Regeln und Vorschriften für den Straßenverkehr

Hand aufs Herz: Kennen Sie wirklich alle Regeln, die es beim Befahren eines Kreisverkehres zu beachten gilt? Die Bayerische Polizei hat diese kurz zusammengefasst: Das Verkehrszeichen „Kreisverkehr“ ist an den Einmündungen in die Kreisverkehrsanlage immer in Kombination mit dem Zeichen „Vorfahrt gewähren“ anzutreffen. Der Verkehr im Kreis hat grundsätzlich Vorfahrt, obwohl dort keine Vorfahrt-Beschilderung aufgestellt wird; Fahrzeugführer auf den Zufahrtsästen müssen wegen des Zeichens 205 „Vorfahrt gewähren“ bei Verkehr im Kreis zurückstehen und diesen immer durchfahren lassen.
Die Nichtbeachtung ist eine Vorfahrtverletzung. Wird der Vorfahrtberechtigte behindert, können 25 Euro Verwarnungsgeld, bei einer Gefährdung 100 Euro Bußgeld und bei einem Unfall 120 Euro Bußgeld sowie ein Punkt im Fahreignungsregister fällig werden.

Beim Einfahren in den Kreisverkehr ist das Blinken verboten. Wird der Kreisverkehr verlassen, ist das Blinken zwingend vorgeschrieben.
Wenn das Blinken vergessen wird, drohen zehn Euro Verwarnungsgeld. Das Halten und damit auch das Parken ist im Kreisverkehr auf der Fahrbahn unzulässig.
Selbst wenn die Mittelinsel zum Beispiel in kleinen Kreisverkehren baulich so ausgeführt ist, dass sie überfahren werden kann, ist dies grundsätzlich nicht erlaubt. Ausgenommen von dem Verbot sind nur größere Fahrzeuge, die den Kreisverkehr aufgrund ihrer Abmessungen sonst nicht befahren könnten; ein Überfahren der Mittelinsel ist in diesem Fall aber nur zulässig, wenn andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.

Und wichtig: Hat ein Kreisel innerorts mehrere Fahrstreifen, darf man die Spur frei wählen und es darf auch rechts schneller als links gefahren werden. Der Fahrstreifenwechsel darf allerdings nur erfolgen, wenn eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Das Risiko des Spurwechsels liegt allein beim wechselnden Autofahrer. Wer von innen nicht rechtzeitig zur Ausfahrt auf die rechte Spur kommt, muss notfalls eine Extrarunde drehen.

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