Aus der Fotoserie „Rosenheimer Schätze“: Esszimmer III Foto: Florian Slotawa

„Regionale Ordnung“

19.09.2017 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Ausstellung von Florian Slotawa beim Kunstverein Rosenheim

Mit der Ausstellung „Regionale Ordnung“ des Konzeptkünstlers und Bildhauers Florian Slotawa setzt der Kunstverein Rosenheim die im Herbst 2016 begonnene Ausstellungsreihe „Von Rosenheim in die Welt“ fort. In dieser Reihe wird jährlich ein/e Künstler/in präsentiert, der/die in Rosenheim geboren oder aufgewachsen ist und internationale Anerkennung erreicht hat. Die Ausstellung dauert vom 23. September bis 29. Oktober und ist Donnerstag bis Samstag jeweils von 14 bis 17.30 Uhr und Sonntag von 11 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Slotawa wurde 1972 in Rosenheim geboren, hat in Rosenheim Abitur gemacht und dann an den Akademien in Hamburg und München Bildhauerei studiert. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und hat eine Professur für Skulptur an der Kunsthochschule in Kassel inne. Seine Werke wurden u. a. in der Galerie Nordenhake in Stockholm, im Center for Contemporary Arts in Prag, im Museum für Gegenwart in Berlin sowie im MoMA in New York ausgestellt.

Bekannt wurde Slotawa für seine skulpturalen Installationen, für die er kein rohes Material, sondern ausschließlich vorgefundene Objekte benutzt. Slotawa arrangiert bereits vorhandene Gegenstände musealer, industrieller oder privater Herkunft und schafft auf diese Weise temporäre montageartige Plastiken, die sich immer auf den jeweiligen Ausstellungsort beziehen.

Die Rosenheimer Ausstellung umfasst drei Werkgruppen: Eine 14-teilige Fotoserie „Rosenheimer Schätze“, die bereits 2003 in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Museum Rosenheim entstand. Dafür wurden ausgewählte Museumsexponate in der Privatwohnung des Museumsleiters arrangiert und fotografiert.

Für die aktuelle Werkgruppe „Rosenheimer Sockel“ wählte der Künstler Skulpturen aus den Beständen der Städtischen Galerie Rosenheim, des Städtischen Museums, der Kunstsammlung des Landkreises Rosenheim und Arbeiten des Rosenheimer Bildhauers Rolf Märkl. Slotawa baute für diese Kunstwerke Sockel aus Gebrauchsgegenständen, die von den regionalen Unternehmen Beton Bernrieder, Garten-Center, Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, Diebald Lackierung und Flötzinger Bräu zur Verfügung gestellt wurden. Dabei achtete der Künstler mit Respekt und Sensibilität darauf, dass die Wirkung der jeweils gesetzten Skulptur erhalten blieb. In dieser Verbindung von Kunst und Alltagsobjekt entstanden neue, spannende skulpturale Einheiten. Die Videoarbeit „Museums-Sprints“ rundet die Ausstellung ab. Das Werk ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Kunstwahrnehmung. Darin sprintet der Künstler als Leistungssportler durch neun namhafte Museen Deutschlands.

Die Ausstellung „Regionale Ordnung“ regt an zum Nachdenken über die Entstehungsmechanismen und Autorenschaft von Kunst sowie über unsere Wahrnehmung der Kunst im Alltag.
Das Begleitprogramm bietet Veranstaltungen für verschiedene Alters- und Fachgruppen, in denen die genannte Aspekte erörtert werden.

Die Ausstellung wird gefördert von den Sparkassenstiftungen Zukunft für die Stadt und den Landkreis Rosenheim.

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