Der Raum und das Prinzip K* wie Klepper

19.06.2018 • Aktuelles, Kultur

Räume sind der Ausgangspunkt für Ausstellungsgestaltungen der Künstlerin Dörte Behn. Sie hinterfragt die Besonderheiten eines Raumes, die Architektur, das Licht und im Fall ihrer Ausstellung „Der Raum und das Prinzip K* wie Klepper“ speziell die tragenden Winkel und Elemente.
Scheinbare Stützen
Hier, im Kunstverein Rosenheim, sind diese ihrer Funktion beraubt. So befinden sich von Dörte Behn gefertigte Strebepfeiler, die nur scheinbar eine Wand stützen. Sie funktionieren über das Prinzip K* wie Klepper. Ihnen liegt eine faltbare Unterkonstruktion zugrunde, die mit einem gummierten Stoff überzogen ist. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Johann Klepper das berühmte Klepper-Faltboot erfunden und konstruiert. Die ehemalige Näherei befand sich in den jetzigen Räumen des Kunstvereins Rosenheim und Dörte Behn nimmt in ihrem Ausstellungskonzept Bezug auf die damalige Funktion der Räume und die Beschaffenheit des Faltkajaks von Klepper. Als Transformationsobjekt thematisiert es Mobilität und das Nomadenhafte. In der Arbeit „Vermessung Rosenheim“ schuf die Künstlerin bewegliche Raster aus Papierstreifen. Damit wird nicht nur die Länge und Breite des Ausstellungsraumes dokumentiert. Auch die Fläche des Kunstvereins wurde zu einem Linienteppich. Ihre Bilder mit Papierarbeiten sind ebenso raumbezogen und vermitteln fragile Sensibilität und Leichtigkeit.
Eigenständiges Profil
Das künstlerische Werk von Dörte Behn gründet auf ein Studium der Medizin, Philosophie und Sinologie. Durch die Verbindung von Handwerklichkeit und ästhetischen Prinzipien einer geometrisch abstrakten Kunst hat sie sich ein eigenständiges Profil erschaffen.
Öffnungszeiten
Die Ausstellung „point of departure / Der Raum und das Prinzip K* wie Klepper“ ist bis zum 29. Juli im Kunst-
verein Rosenheim, Klepperstraße 19 zu sehen. Die Öffnungszeiten sind: Donnerstag, Freitag und Samstag von 14 bis 17.30 Uhr und Sonntag von 11 bis 17.30 Uhr. M. Jacobi

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