Puppenkleider für die „Schlawiner“

26.11.2019 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten

Behandlungszentrum Aschau und Anthojo-Lounge Traunstein wirken zusammen

Nach einer Umräumaktion im Schlawinertreff des Behandlungszentrums Aschau wurde klar, dass die Puppen dort unbedingt neue Klamotten benötigen. Für Marilena Pollinger, Ergotherapeutin der Anthojo-Lounge in Traunstein, und Sabrina Pollinger, Leiterin des Schlawinertreffs der Kinderklinik Aschau, ergab sich somit eine schöne Gelegenheit der Zusammenarbeit.

Das Behandlungszentrum in der kleinen Gemeinde Aschau ist mit einer Tradition seit über 100 Jahren eine der größten Fachkliniken für Kinderorthopädie in Mitteleuropa. Während des stationären Aufenthalts sind die Spiel- und Bastelangebote im sogenannten Schlawinertreff eine schöne und beliebte Beschäftigung sowie Ablenkung für die jungen Patienten im medizinischen Alltag. Bereits seit längerer Zeit suchten die beiden Schwägerinnen nach einem gemeinsamen Projekt. Das Nähen und die Fertigung neuer Puppenkleider für Aschau passte hier wunderbar zum Motto der Begegnungsstätte für Suchtkranke in Traunstein: „Betroffene zu Beteiligten machen“. Im Rahmen des „kreativen Nachmittags“ arbeiteten die Klienten der Anthojo-Lounge mit Hingabe und Eifer einige Wochen an den Kleidungsstücken. Anfang Oktober wurde schließlich ein Übergabetermin gefunden und die schönen Stücke konnten dem Schlawinertreff übergeben werden. Bei der Fertigung entstanden nicht nur Hemden, Hosen und Mützen, sondern sogar Taschen und eine zusätzliche Puppen-Bettwäsche. Die Aktion fand großen Anklang bei den Beteiligten und hatte sogar noch den positiven Nebeneffekt des „Upcyclings“. Somit stammen alle genähten Stücke aus Stoffspenden von Mitarbeitern und Patienten der Kinderklinik in Aschau. In letzter Zeit häuften sich daher auch schon die Nachfragen der Spender, was nun aus ihren Stoffen geworden ist.
Die hübschen Stücke können nun endlich im Schlawinertreff bestaunt werden.

Darüber hinaus ist inzwischen schon eine neue Idee entstanden – nämlich aus den übrigen Lederresten noch Schuhe für die Puppen zu fertigen.

Related Posts

Comments are closed.

« »