Nicht immer gab es für die meisten Menschen so reichlich zu essen wie heute.

„ProstMahlzeit!“

13.12.2016 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Neue Ausstellung im Städtischen Museum Rosenheim

„ProstMahlzeit! – Vom Essen, Trinken und Darben“, so lautet der Titel der neuen Ausstellung im Städtischen Museum Rosenheim, die am Donnerstag, 15. Dezember, um 19 Uhr von Rosenheims Zweitem Bürgermeister Anton Heindl eröffnet wird. Die Volkskundlerin Michaela Firmkäs und die Historikerin Lydia Zellner als Kuratorinnen dieser Sonderschau führen an diesem Abend in das Thema ein.

Die Ausstellung „ProstMahlzeit!“ beginnt im Jahr 1815 und handelt ihr Thema schlaglichtartig bis in die Gegenwart ab. Sie zeigt zunächst, wie Naturphänomene oder Kriege Nahrungsmittel radikal verknappten oder deren Preise steigen ließen. In der Folge hieß es darben oder mehr bezahlen. Wie sich das 1816/17, 1914/18 und 1945/48 in Rosenheim ausgewirkt hat, zeigt der dem Thema Mangel gewidmete Eingangsraum der Ausstellung.

Essen und Trinken wird dann kaleidoskopisch an konkreten Rosenheimer Beispielen behandelt. Ernährung von Babys und die Versorgung im Alter, das Café Weth und das Nachtlokal Papagei, der Kolonialwarenladen Unterlandstätter und eine angedeutete Küche, Essen bei Tisch und Essen „to go“ sind Stationen in der ersten Hauptabteilung der Ausstellung.

Wo man auswärts essen und trinken konnte, zeigen beispielhaft die Gasthäuser „Neue Welt“ und „Fischküche“, die Bahnhofsrestauration und ein Blick in den Speisesaal des Hotels „Deutscher Kaiser“ im Gillitzerblock. Vor dem Ölgemälde des ehemaligen Biergartens auf dem „Hofbräu Keller“ können sich die Besucher anhand zahlreicher Keferloher aus der Sammlung des Städtischen Museums über die Blütezeit der Bierstadt Rosenheim vor 1914 informieren.

Limonade und Mineralwasser, Milch und Milchprodukte werden ebenfalls mit örtlichem Bezug angesprochen, industriellen Lebensmitteln wird das Einwecken durch die Hausfrau gegenübergestellt.
Die Ausstellung dauert bis 30. April und ist Dienstag bis Samstag, 10 bis 17 Uhr, sowie jeden 1., 3., und 5. Sonntag im Monat, 13 bis 17 Uhr, geöffnet.
Montags und an Feiertagen ist geschlossen.

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