Rudl Endriß und Landrat Josef Neiderhell.

Preisträger ist gar nicht träge

19.02.2014 • Aktuelles, Kultur, Lk Rosenheim, Stadt Rosenheim

Kulturpreise des Landkreises Rosenheim überreicht

Der Landkreis Rosenheim ehrte vergangene Woche Rudl Endriß, Bildhauer und Förderer der Bildenden Kunst, mit dem Kulturpreis 2013. Der Kulturförderpreis ging an die Pianistin Johanna Bufler und an die Musikgruppe „Lenze und de Buam“. Zwei Theaterproduktionen erhielten den Kultursonderpreis: die Theatergemeinschaft Neubeuern für „Der Bayerische Jedermann“ und der Theaterkreis Wasserburg für „Teufel, Tod und Wallenstein“. Die Laudationes hielt in der Neubeuerer Halle Christoph Maier-Gehring, Kulturreferent.

Landrat Josef Neiderhell betonte in seiner Begrüßung die große Bedeutung der Kulturpreise, die von den Mitgliedern des Kreistages vergeben werden. Mit dem 70-jährigen Rudl Endriß wurde eine herausragende Künstlerpersönlichkeit ausgezeichnet. Der Kulturreferent des Landkreises, Christoph Maier-Gehring, betonte in seiner Laudatio, er sei froh, Rudl Endriß begegnet zu sein. Der Kulturpreisträger ist trotz körperlicher Behinderung als Bildhauer äußerst aktiv.

Seine ungebrochene, unbändige Lust auf Leben und Arbeiten sei zu spüren sowie eine ungeheure geistige und körperliche Energie, Klugheit, Wachheit, Neugier, Güte und Geduld, auch sich selbst gegenüber, meinte Maier-Gehring.
Er beschrieb Rudl Endriß als charismatischen, liebenswürdigen Mann und als Vorbild für junge Menschen: Seien es seine Studenten des Fachbereichs Innenarchitektur der Rosenheimer Hochschule oder seien es Kinder und Jugendliche an Schulen und in Ferienprogrammen, die er für die Bildende Kunst begeisterte.

Seine Exponate in Holz, Metall, Stein, Marmor, Bronze oder Gold sind an vielen öffentlichen Orten in der Region zu finden. Wir nehmen sie fast schon als selbstverständlich wahr, als zu unserem Leben gehörig, schloss Maier-Gehring. Der Kulturpreis ist mit 5000 Euro ausgestattet.

Im Unterschied zu Rudl Endriß sind die Kulturförderpreisträger Johanna Bufler und die Band „Lenze und de Buam“ noch junge Kulturschaffende. Vom Namensgeber der Oberaudorfer Musikgruppe, dem Astl Lenz, stammen die Ideen für die Lieder und die bayerischen Texte. An der optimalen Version feilt das Quintett dann gemeinsam im Probenraum.
Laudator Maier-Gehring berichtete von einem Treffen mit Lenz. Schnell und viel reden sei seine Sache nicht. Eher seien es die Bedächtigkeit, das Nachspüren, das Bodenständige, das Augenzwinkernde, ein feiner bayerischer Humor die ihn, seine Buam und ihre Musik charakterisierten.

Auch wenn sich der Lenz auf keinen Musikstil festlegen wollte, Maier-Gehring meinte, das Repertoire klinge mal nach Reggae, mal nach Zigeunersound, aber in jedem Fall bayerisch und nach Lenze und de Buam. Der Astl Lenz selbst machte es kurz: „I möcht merci sogn.“ Er bedankte sich bei allen Unterstützern, Zuhörern, den Familien und den Mädels, womit die Freundinnen gemeint waren.

Das „machts weiter so“ von Maier-Gehring gilt auch für die zweite Kulturförderpreisträgerin, die erst 15-jährige Wasserburger Pianistin Johanna Bufler. Der Laudator beschrieb sie als sympathische, ernsthafte, zielstrebige und selbstbewusste Dame. Mit vier Jahren fing sie an Klavier zu spielen und mit sieben Jahren war sie Jungstudentin am Leopold-Mozart-Institut für Hochbegabte in Salzburg. Heute besucht sie das LuitpoldGymnasium in Wasserburg und pendelt zudem an die Musikhochschule in Würzburg, um ihre musikalische Ausbildung fortzusetzen.

Freistellungen von der Schule für ihre pianistischen Aktivitäten bekommt sie unkompliziert, berichtete Maier-Gehring, bei einer Einserschülerin falle das auch nicht so schwer. Ihr Fleiß und ihr Spaß am Klavierspielen brachten Johanna Bufler schon beachtliche Erfolge ein: Ein Stipendium der Oskar-und-Vera- Ritter-Stiftung, erste Preise bei „Jugend musiziert“ und Auszeichnungen bei internationalen Klavierwettbewerben.

Beide Kulturförderpreisträger, die mit exzellenten Kostproben ihres musikalischen Könnens glänzten, erhalten je 2500 Euro.

Als großes, pralles, bildsattes Volkstheater lobte Kulturreferent Maier-Gehring die beiden mit dem Kultursonderpreis geehrten Freilichtaufführungen aus dem vergangenen Sommer. Der Theaterkreis Wasserburg brachte mit „Teufel, Tod und Wallenstein“ ein historisches Stück von und in der Regie von Christian Huber zur Aufführung und die Theatergemeinschaft Neubeuern glänzte mit dem berühmten „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ nach Hugo von Hofmannsthal in der Regie von Andreas Widermann. Maier-Gehring sah zahlreiche Parallelen. So profitierten beide Inszenierungen vom großen ehrenamtlichen Engagement über viele Monate hinweg. Es brauche nervenstarke Chefs und Antreiber, aber auch viele gute Geister für Bühnenbau, Kostüme, Technik, Werbung, Kartenverkauf, Gastronomie und es brauche natürlich die Akteure. Der Kultursonderpreis ist mit 1500 Euro dotiert, eine Summe, die jede der beiden Theatergruppen erhält.

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