Polizeibericht

06.11.2013 • Aktuelles, Landkreis Rosenheim, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Gleitschirmflieger tot aufgefunden

Am späten Vormittag des 3. November wurde im östlichen Bereich des Kitzsteins die Leiche des 49-jährigen Mannes aus Bruckmühl aufgefunden. Dieser wurde am Donnerstag in den Abendstunden von seiner Ehefrau als vermisst gemeldet. Seit diesem Zeitpunkt fand im Bereich des Heubergs eine großangelegte Suche nach dem Mann statt, da von einem Unfallgeschehen ausgegangen werden musste. Der Bruckmühler war am Nachmittag des 31. Oktober in Richtung des Heubergs zu einem Gleitschirmflug aufgebrochen. Gegen 15.45 Uhr rief er seine Ehefrau noch an und informierte sie, dass er kurz vor dem Gipfel sei. Normalerweise wollte er kurz nach der Landung seine Ehefrau ein weiteres Mal anrufen. Die Ehefrau des Mannes verständigte aber am Abend die Polizei, da ihr Ehemann nicht wie gewohnt anrief und auch nicht zur vereinbarten Zeit zu Hause eintraf.

Sofort liefen Suchmaßnahmen an, da zu vermuten war, dass der 49-Jährige verunglückt sein könnte. Die Tatsache, dass der Pkw des Bruckmühlers im weiteren Verlauf im Bereich Labach aufgefunden werden konnte, erhärtete diese Vermutung. Seitdem wurde nach dem Mann täglich mit vereinten Kräften gesucht. Mit in die Suche eingebunden waren regelmäßig starke Kräfte der umliegenden Bergwachten, Beamte der Alpinen Einsatzgruppen der Polizei, Alpin-Diensthunde und Personensuchhunde der Polizei, Alpin-Hunde der Bergwacht und Hubschrauber der Landes-, der Bundes- sowie österreichischen Polizei und der Bundeswehr. Die ständige Betreuung der Ehefrau des Vermissten fand durch das Kriseninterventionsteam statt.

Am Sonntag, den 3. November, wurde dann am späten Vormittag durch einen Polizeihubschrauber, der mit einer hochauflösenden Kamera ausgerüstet war, im nordöstlichen Bereich des Kitzsteins (Berg südöstlich des Heubergs) ein Skistock sowie zwei PET-Flaschen festgestellt. Im weiteren Verlauf konnte dann eine Person gesichtet werden.
Beamte der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei und Angehörige der Bergwacht wurden zum Auffindeort gebracht. Dort wurde festgestellt, dass es sich um den vermissten Bruckmühler handelt. Es konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. Der Leichnam des Mannes befand sich in einer steilen, bewaldeten Rinne und war teilweise mit Laub bedeckt.

Es wird von einem Sturzgeschehen ausgegangen. Der Gleitschirm war nicht geöffnet und befand sich im Rucksack des 49-Jährigen. Der Mann ist definitiv nicht geflogen und hat vermutlich aufgrund der Wetterverhältnisse den Rückmarsch angetreten, in dessen Verlauf es zu dem tödlichen Unfall gekommen ist.
Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen keine vor.
Die Ermittlungen in dem Fall hat ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei aufgenommen.

Jagdunfall mit drei Verletzten

Am 2. November gegen 14.45 Uhr wurden bei einer unabsichtlichen Schussabgabe aus einer Schrotflinte in der Hofau in Stephanskirchen ein 70-jähriger Rentner schwer und zwei Kinder leicht verletzt.

Ein 65-jähriger Jäger aus Stephanskirchen wollte einen Fuchs, der in einer Röhrenfalle saß, erlösen. Ein 70-jähriger Bekannter assistierte ihm dabei. Nachdem der Jäger den Fuchs in der Röhre erlegte, zog er seine doppelschüssige Flinte wieder heraus. Dabei löste sich unbeabsichtigt ein zweiter Schuss, welcher den in unmittelbarer Nähe stehenden Begleiter in den Fuß traf. Die Schrotgarbe durchschlug den Fuß, die weiterfliegenden Schrotkugeln trafen anschließend zwei Jungen im Alter von sieben und elf Jahren, welche in zirka 20 Meter Entfernung den Jäger beobachten wollten.
Der 70-jährige Begleiter des Jägers erlitt einen Fußdurchschuss und wurde durch einen Helikopter in ein Münchener Klinikum geflogen. Die getroffenen Kinder wurden bei dem Unfall nur leicht verletzt und wurden durch den Rettungsdienst ins Klinikum Rosenheim gefahren.

Den Jäger erwartet nun ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung, die Schrotflinte wurde sichergestellt.

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