Ein politisches Urgestein

30.07.2019 • Aktuelles, Kurznachrichten, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Kurt Müller hat sein Rosenheimer Stadtratsmandat niedergelegt

Wenn der Begriff „politisches Urgestein“ auf jemanden richtig passt, dann ist das der 76-jährige Rosenheimer Sozialdemokrat Kurt Müller. Über 47 Jahre saß er für die SPD im Stadtrat, davon sechs Jahre als Fraktionsführer, und vertrat die Interessen der Bürgerinnen und Bürger leidenschaftlich und kompetent.

Nun geht sein politisches Engagement aus gesundheitlichen Gründen zu Ende; bei der letzten Stadtratssitzung wurde der beliebte und bekannte Stadtrat in Abwesenheit verabschiedet, und seine jahrzehntelange Arbeit für die Stadt und ihre Einwohner gewürdigt.
Im Mittelpunkt seines politischen und gesellschaftlichen Wirkens stand immer sein Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger: Mehr als drei Jahrzehnte arbeitete Müller aktiv als Stellvertretender Vorsitzender bei der Nachbarschaftshilfe Rosenheim mit, 13 Jahre lang war er Vorsitzender des Gewerbeverbandes. Er hatte immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen, „bürgernah“ war für ihn keine leere Floskel, sondern seine aufrichtige Einstellung. Diese offene, den Menschen zugewandte Haltung zeigte er auch als Geschäftsführer unserer Wochenzeitung echo, die er 30 Jahre lang leitete. Die Tür zu seinem Büro stand immer offen, für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauso wie für Bürgerinnen und Bürger, die mit einem Anliegen kamen.
Vielen älteren Rosenheimern ist auch noch sein pfiffiger Oberbürgermeisterwahlkampf im Jahr 1988 in Erinnerung, den er unter dem Motto „Hase gegen Igel“ führte und in dem er ein respektables Wahlergebnis gegen den Amtsinhaber Dr. Michael Stöcker errang.

Tief verwurzelt in seiner Heimatstadt Rosenheim hat er zahlreiche wegweisende politische Entscheidungen mitgeprägt und begleitet: So setzte er sich für die Fußgängerzone am Max-Josefs-Platz, die Landesgartenschau im Jahr 2010 sowie für den Erhalt der Nahversorgung in den Stadtteilen ein. Als seinen größten politischen Erfolg bezeichnete Kurt Müller die Umgehungsstraße „Panorama-Schwaig“, für deren Bau er sich jahrelang eingesetzt hat.

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