Von links bei der Herbstfest-Pressekonferenz: Anton Huber, Pressesprecher der Polizei für das Herbstfest, Alfons Zehnter, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim, Dominic Fischer vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Klaus Hertreiter vom Wirtschaftlichen Verband und Herbert Hoch, Ordnungsdezernent der Stadt Rosenheim. Foto: nu

Neues und Bewährtes

16.08.2017 • Aktuelles, Nachrichten, Stadt Rosenheim

Das Herbstfest wirft seine Schatten voraus

Die traditionelle Pressekonferenz vor Beginn des Rosenheimer Herbstfestes am Samstag, 26. August, die der Wirtschaftliche Verband für Rosenheim und den Landkreis (WV) wie immer im Glückshafen abhielt, stellte Neues vor und legte einen Hauptaspekt auf die Sicherheit der Besucher.

Aufgebaut auf dem 2016 neu erarbeiteten Sicherheitskonzept wurden in ständigem Austausch mit den Sicherheitsbehörden, wie WV-Projektleiter Klaus Hertreiter schildert, die Sicherheitsmaßnahmen weiter verbessert. Ebenso wie im letzten Jahr werden bei den Eingangsbereichen am Haupteingang zur Ebersberger Straße sowie zum Flötzinger-Biergarten über die Westermayer-/Frühlingstraße und bei der Inntalhalle über den Kapuzinerweg wieder sogenannte Aufprallschutzelemente aus Beton aufgestellt, um etwaige Anschläge mit Fahrzeugen auf das Herbstfestgelände zu verhindern. Auch hierzu befindet sich das Dezernat für Recht, Sicherheit und Ordnung der Stadt Rosenheim unter Leitung von Herbert Hoch in anhaltender Rücksprache mit Polizei und Veranstaltern. Donat Steindlmüller, ebenfalls vom Ordnungsamt, ist ebenfalls für das Ordnungskonzept der Stadt zuständig und kündigt an, dass auch heuer verstärkt auf das unerlaubte Urinieren im öffentlichen und privaten Raum geachtet werde. „Wildbieseln ist teuer, das hat sich mittlerweile herumgesprochen“, zeigt er sich über die Resultate der Kontrollen im letzten Jahr erfreut. Das Sicherheitsgefühl der Besucher, aber auch der Anwohner, werde auch 2017 wieder durch den Einsatz der „City-Streifen“ verbessert.

Dominic Fischer vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd stellte fest, dass für das Herbstfest keine konkreten Gefährdungshinweise vorliegen. Dennoch wolle man sich nicht auf Bewährtem ausruhen, sondern hat neue Bausteine zum Sicherheitskonzept hinzugefügt. Ausgeweitet wird die sichtbare Präsenz der Polizei in Uniform, verstärkt durch Zivilbeamte. Die Videoüberwachung wird ausgebaut und erstmals kommen auf dem Festgelände auch „Bodycams“ zum Einsatz. Sie dienen sowohl dem Eigenschutz der Beamten als auch der Beweissicherung. Polizeiintern wird es einen neuen Messenger-Dienst geben, quasi eine Art Whatsapp-Gruppe. Der Vorteil im Gegensatz zum Funkverkehr liegt darin, dass auch Bilddaten versendet werden können, zum Beispiel Fahndungsbilder von Vermissten oder Gesuchten.

Bürgertelefon

Neu ist auch ein Bürgertelefon der Polizei, das unter der Nummer 0 80 31/2 00-44 44 täglich von 10 bis 24 Uhr besetzt ist und für alle Fragen rund um das Herbstfest zur Verfügung steht. So solle der Notruf, den so mancher auch bei Fragen zum Parken oder Ähnliches wählt, entlastet werden.

Der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Rosenheim, Alfons Zehnter, hofft auch heuer wieder auf eine entspannte Atmosphäre, wie sie sich im Verhältnis zwischen Bürger und Polizei während des Herbstfestes in den letzten Jahren gut entwickelt habe. Dazu trägt auch der Einsatz ortskundiger Kräfte bei. Die Kooperation zwischen hiesiger Polizei und Kollegen aus Tirol sorgt dafür, dass sich im Streitfall auch die Gäste aus dem Nachbarland gut betreut fühlen.

Die 2016 eingeführten Taschenkontrollen werde es auch in diesem Jahr wieder geben, die Akzeptanz der Besucher hierfür habe sich als sehr groß erwiesen. Hertreiter wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass es zwar – im Gegensatz zu Alkoholika aller Art – keine offiziellen Mitnahmeverbote zum Beispiel für Rucksäcke und andere größere Gegenstände gebe, es aber dennoch wünschenswert sei, dass die Besucher auf deren Mitnahme nach Möglichkeit verzichten. Das gelte ebenso für die zur bayerischen Tracht gehörigen Hirschfänger.

Doch natürlich steht nicht nur die Sicherheit im Mittelpunkt der Rosenheimer Wiesn. Wichtig ist auch: Was gibt es Neues während der 16 Tage auf der Loretowiese im Herzen Rosenheims?
Einen Wermutstropfen gab es zu Beginn von Klaus Hertreiter: Er kündigte an, das heuer erstmals seit vielen Jahren das tradionelle Kasperltheater der Familie Richter aus privaten Gründen nicht dabei sein kann. Ein gleichwertiger Ersatz sei nicht zu finden gewesen, sodass der Platz nahe des Haupteingangs anderweitig vergeben wurde. Für das nächste Jahr hofft Hertreiter, dass die Attraktion für die kleinen Wiesngäste wieder dabei sein kann.

Ein Themen-Laufgeschäft auf vier Etagen wird mit „VIVA CUBA“ Premiere auf der Herbstfest feiern. Rund um die Rebellen-Insel dreht sich alles mit einem riesigen Kirchturm als Hingucker.
Mit dem „7D KINO“ ist ein Ort der Illusion und Träume auf dem Festgelände präsent, in dem zalhreiche Luft- und Vibrationseffekte den 3D-Effekt perfektionieren und den Zuschauer verzaubern.
Flott wird es mit dem „Ghost Rider“, der durch ständig ändernde Umlaufgeschwindigkeit seiner Schrägplattform rasantes Fahrvergnügen verspricht.

Das Themenkarussell „Konga“ schaukelt auf einer Flughöhe von 45 Metern und erreicht dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 120 Stundenkilometern. Mit über 30 Themeneffekten und dem entsprechenden Design kommt Dschungel-Feeling auf.

Wie immer in Rosenheim sind die Fahrpreise äußerst moderat, speziell im Vergleich zu anderen Volksfesten. Das sei aber auch nur möglich, weil die Rosenheimer Festgäste sich jedes Jahr aufs Neue als treue Nutzer zeigen und sich auch von schlechtem Wetter die Laune am Karusselfahren nicht nehmen ließen, so die WV-Verantwortlichen.

Nach drei Jahren Konstanz wurde hingegen der Bierpreis von 8,40 auf 8,80 Euro angehoben, was die Rosenheimer und die Gäste aus nah und fern aber vermutlich nicht davon abhalten wird, das ein oder andere Mal auf das Herbstfest anzustoßen. nu

 

 

Related Posts

Comments are closed.

« »