Antiheld Behringer will kein Nashorn werden.

Die Nashörner rennen wieder!

28.02.2017 • Aktuelles, Kultur, Stadt Rosenheim

Nachspieltermine in der Theaterinsel

Mit Eugène Ionescos absurdem Klassiker „Die Nashörner“ ist dem Regisseur Toni Müller in der Rosenheimer Theaterinsel ein großer Erfolg gelungen. Nach acht restlos ausverkauften Vorstellungen bietet sich nun die Gelegenheit, das Stück an zwei weiteren Terminen zu sehen. Am Samstag, 4. März, um 20 Uhr und am Sonntag, 5. März, um 17 Uhr wird die Tragikomödie über die Gleichschaltung einer ganzen Stadt erneut gezeigt.

Durch eine Kleinstadt im Nirgendwo rasen plötzlich wildgewordene Nashörner, die sich dadurch vermehren, dass sich ein Einwohner des Städtchens nach dem anderen in ein Nashorn verwandelt. Toni Müller sieht in dem Stück die Darstellung einer Gesellschaft, die das Menschsein aufgibt, um zu jedem Preis zu neuer Identität zu gelangen. Als Emotionswaisen schließen sich die Bürger freiwillig einer gewalttätigen, ungezügelten Bewegung an. Sich entziehen kann sich nur der Antiheld Behringer, dessen Widerstand gegen die Verwandlung das Stück auf absurde Weise erzählt.

Für den Regisseur ist eine Parallele zur heutigen Lebenssituation nicht zu verkennen. Auch die Digitalisierung der Jetzt-Zeit treibe die Entindividualisierung zunehmend voran. Weitere Informationen gibt es unter www.theaterinsel.de. Wegen der großen Nachfrage wird Reservierung dringend erbeten, online oder unter 0 80 31/9 00 82 03. Kartenvorverkauf in der Buchhandlung Beer, Heilig-Geist-Straße 2b, Rosenheim, Telefon 0 80 31/2 35 58 35.

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