Narrisch erfolgreich
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Narrisch erfolgreich

Die Voraussetzungen für Feiern und ausgelassenes Treiben sind denkbar ungünstig: Die Corona-Pandemie hat Bayern und auch Rosenheim wieder voll im Griff. Und doch lässt es sich die Faschingsgilde Rosenheim im Wirtschaftlichen Verband Rosenheim e.V. nicht nehmen, wenigstens ein wenig Leidenschaft, Fröhlichkeit und Freude zu vermitteln, auch wenn die äußerst beliebten Veranstaltungen, Rosen- und Stadt- und Landball sowie der Kinderfasching bereits abgesagt werden mussten.

Kann doch die Gilde in der kommenden Faschingssaison ein respektables Jubiläum feiern, nämlich 50 Jahre im Wirtschaftlichen Verband. Eine echte Rosenheimer Erfolgsgeschichte, die im Jahr 1972 mit dem ersten offiziellen Inthronisationsball in der Inntalhalle mit dem Faschingsprinzenpaar Christa I. und Bertl I. sowie der feschen Garde ihren Anfang nahm. So hat man sich in der Faschingsgilde Gedanken gemacht und sich nach langen Überlegungen doch für eine Faschingssaison 2021/2022 entschieden – etwas anders als gewohnt, den Umständen geschuldet, aber trotzdem mit „Freude, Leidenschaft und Liebe“. Das betonte Thomas Stadler, Trainer der charmanten Garde bei der offiziellen Vorstellung am 11. November in der Rosenheimer Fußgängerzone. Dazu gehört auch, dass es heuer kein fixes Prinzenpaar gibt, denn die Faschingsgilde im Wirtschaftlichen Verband möchte sich gerade im Jubiläumsjahr genauso vielfältig und bunt wie im letzen halben Jahrhundert präsentieren.

So werden viele ehemalige Prinzen und Prinzessinnen die ehrenvolle Aufgabe übernehmen, die Stadt in der närrischen Zeit zu repräsentieren. Bereits bei der Eröffnung im „Dienst“ waren vier Prinzenpaare der letzten Jahre: Prinz Georg I. und Prinzessin Raffaela I. aus dem Jahr 2002, Prinz Thomas III. und Prinzessin Claudia I. von 2010, Prinz Tobias I. und Prinzessin Julia II. aus dem Jahr 2018 sowie Prinz Martin I. und Prinzessin Sandra II. aus der Saison 2020.
Gemeinsam will man versuchen, mit dem einen oder anderen Besuch in sozialen Einrichtungen und Auftritten ein wenig Schwung und Faschingsfreude aufkommen zu lassen. Sofern es die Pandemie-Lage zulässt, sind einige Termine geplant, Näheres wird noch bekannt gegeben.

Die Faschingsgilde ist bestens motiviert und vorbereitet, davon konnte sie das Publikum bereits bei ihrer Päsentation am 11. November überzeugen. Alle Mitwirkenden – Elferrat, Präsidium und Prinzenpaare – sprühten vor Freude und Leidenschaft. Und die von Tanja Fegg und Thomas Stadler trainierten Gardemädchen zeigten einen mitreißenden Gardemarsch, exakt und präzise choreographiert und getanzt. Der Fasching kann kommen, wenn auch heuer etwas anders! ff

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