Viel zu tun gab es für die Freiwilligen.

Für die nächste Brutsaison gerüstet

03.01.2017 • Nachrichten

Erfolgreiche Naturschutzmaßnahme: Fleißige Helfer entfernten Gehölze von Kiesinsel im Simssee

Die Hoffnung ist groß, dass die Fluss-Seeschwalbe auch im kommenden Jahr den Simssee als Brutplatz auswählt. Die Voraussetzungen sind zumindest geschaffen, denn fleißige Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzwacht des Landkreises Rosenheim trafen sich, um gemeinsam Gehölze von einer kleinen Simssee-Insel zu entfernen.

Sie liegt an der Mündung der Thalkirchener Ache in den Simssee und ist der einzige Brutplatz der Fluss-Seeschwalbe auf einer natürlichen Insel in ganz Bayern. Die Pflegemaßnahme ist erforderlich, weil die Vögel Kiesbrüter sind und einen freien Rundumblick brauchen, wenn sie auf ihren Nestern sitzen.

Die Arbeit lohnt sich, denn die auf der Roten Liste Bayern als gefährdet eingestuften Fluss-Seeschwalben zogen zum zweiten Mal ihre Jungen bis zum Flüggewerden erfolgreich groß. Die ebenfalls seltenen Flussregenpfeifer hatten weniger Glück. Durch das nasse und oft kalte Wetter gerade in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen der Küken überlebte ihr Nachwuchs in diesem Jahr nicht. Darüber hinaus nutzen viele durchziehende Wasservögel die Simssee-Insel im Frühjahr und im Herbst als Rast- und Nahrungsplatz.

Margit Böhm, die zuständige Fachreferentin bei der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim bedankte sich bei allen Helfern für ihren Einsatz zum Erhalt und Schutz der Insel und ihrer Vogelwelt. Sie vergaß nicht den Angelsportverein Simssee zu erwähnen, der für die Naturschutzmaßnahme ein Boot zur Verfügung stellte und auch sonst bei allen Aktionen gerne unterstützt. Das abschließende Lob verdienten sich die vielen Erholungssuchenden, die der Kiesinsel fernblieben und so die seltenen Vögel und ihren Nachwuchs nicht gefährdeten. Allerdings gab es auch einige wenige Unverbesserliche. Böhm appelliert an sie, Fluss-Seeschwalbe, Flussregenpfeifer und alle anderen Wasservögel an der Mündung der Thalkirchener Ache nicht zu stören.

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